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Mitteldeutschland Sachsens Regierungschef fordert „Innovationskoalition“ im Bund
Region Mitteldeutschland Sachsens Regierungschef fordert „Innovationskoalition“ im Bund
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10:54 05.01.2018
Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretschmer Quelle: Archiv
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Dresden

Kurz vor Beginn der Sondierungsgespräche von Union und SPD hat Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) eine „Innovationskoalition“ im Bund gefordert. „Wir brauchen neue Antworten auf die Fragen, wovon wir in Zukunft in Deutschland leben wollen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Dabei übte er den Schulterschluss mit Bayern: „Bayern und Sachsen haben da sehr klare Vorstellungen von einem innovativen Industrieland, mit einer zukunftsfähigen Leitindustrie im Automobilbau und einer bezahlbaren Energieversorgung.“

Einen Tag vor Beginn der Sondierungen in Berlin wird Kretschmer am Samstag als Gast bei der Klausur der CSU-Landesgruppe im Kloster Seeon erwartet. Bei den Sondierungen für die mögliche Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der SPD wird er für die Union als Experte für Bildung und Forschung mit am Tisch sitzen.

Neben den sozialen Themen müsse auch wieder mehr darüber gesprochen werden, wie die Marktwirtschaft gestärkt werden könne, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, sagte der 42-Jährige. „Eine leistungsfähige Wirtschaft und exzellente Wissenschaft sorgen für Wohlstand - nicht ein überregulierter Staat.“ Auch die SPD müsse sich auf den Zukunftspfad begeben, „wenn sie nicht selbst zur Geschichte werden will“.

Das Schicksal der deutschen Volkswirtschaft entscheide sich vor allem am Thema Digitalisierung. „Der Ausbau hat analoge Geschwindigkeit und wir drohen abgehängt zu werden“, warnte Kretschmer und forderte „neue, ehrgeizige Ziele“. Schon in der Schule müssten die Kompetenzen vermittelt werden. Dafür müsse die neue Bundesregierung an den Digitalisierungspakt für die Schulen „zügig einen Haken machen, damit wir in den Ländern zur Umsetzung kommen können“.

dpa

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