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Sachsens Regierungschef Kretschmer für Reform des Hochschulpakts

Hohe Studentenzahlen Sachsens Regierungschef Kretschmer für Reform des Hochschulpakts

Angesichts dauerhaft hoher Studentenzahlen hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gegen eine Verlängerung des Hochschulpakts ausgesprochen.

Ministerpräsident Kretschmer

Quelle: dpa

Dresden. Angesichts dauerhaft hoher Studentenzahlen hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gegen eine Verlängerung des Hochschulpakts ausgesprochen. Er sei gegen die Fortsetzung der bis 2020 laufenden Bund-Länder-Vereinbarung in dieser Form und würde sich „ein neues Modell mit dem vorhandenen Geld wünschen“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Der eigentliche Sinn des Pakts, einen zeitweisen Ansturm auf die Universitäten auch mittels Bundeszuschüssen zu überbrücken, habe sich angesichts anhaltend hoher Studentenzahlen erübrigt. Kretschmer forderte die Hochschulen auf, sich stärker am Bedarf zu orientieren und die Qualität des Studiums zu verbessern. Dazu könnten die Mittel aus dem Pakt genutzt werden.

„Das Studium muss besser für die eigentliche berufliche Zukunft qualifizieren als es derzeit der Fall ist“, forderte der Regierungschef. „Der allergrößte Teil der jungen Menschen wird nicht mehr für die akademische Welt ausgebildet, sondern für die Gesellschaft, für die Wirtschaft, für die Verwaltung - für Tätigkeiten außerhalb des akademischen Systems.“

Unlängst hatte eine Studie gezeigt, dass die Zahl der Studienanfänger in Deutschland auch in den kommenden Jahrzehnten auf konstant hohem Niveau bleiben wird. Schon seit 2011 liegt sie bei jährlich rund einer halben Million. 2005 hatten dagegen nur 350 000 Menschen in Deutschland ein Studium begonnen.

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