Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Google+
Sachsens Obstbauern beklagen schlechte Apfelernte

Preise steigen Sachsens Obstbauern beklagen schlechte Apfelernte

Erst zu warm, dann zu kalt: Der Frühling in diesem Jahr hat den Äpfeln in Sachsen nicht gut getan. Die Ernte fällt nun eher mickrig aus. „Was uns aber hoffnungsfroh stimmt, sind die Preise“, sagte Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbands Sächsisches Obst.

Voriger Artikel
Rund 1000 Cyberangriffe auf Sachsens Verwaltung abgewehrt
Nächster Artikel
Bahnverkehr nach Sturmtief „Xavier“ in Sachsen wieder nach Plan

Sachsen ist der drittgrößte Apfelproduzent Deutschlands - nach Baden-Württemberg und Niedersachsen.

Quelle: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Dohna. Die sächsischen Obstbauern ziehen eine durchwachsene Zwischenbilanz bei der diesjährigen Apfelernte. „Von der Erntemenge her bleibt es verhalten“, sagte Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbands Sächsisches Obst. In diesem Jahr würden die Landwirte in Sachsen voraussichtlich nur rund zwei Drittel der normalen Apfelmenge von den Bäumen holen. Schuld sei der kalte Frühling mit Frost in der Blütezeit.

„Was uns aber hoffnungsfroh stimmt, sind die Preise“, sagte Jentzsch. Die Erzeugerpreise lägen in diesem Jahr rund 30 bis 40 Prozent höher als normal - weil in ganz Deutschland nur etwa die Hälfte der normalen Erntemenge erzielt werde. 1,30 Euro bis 1,40 Euro pro Kilo könnten Landwirte erzielen. Das wird sich wohl auch auf die Preise im Supermarkt auswirken.

Außerdem sei die Qualität der Äpfel sehr gut, betonte Jentzsch. Im Sommer sei es mal kühl, mal sonnig gewesen. Das habe für ein gutes Zucker-Säure-Verhältnis und eine schöne rote Färbung gesorgt. Und weil es selten richtig heiß war, hätten die Äpfel auch keinen „Sonnenbrand“ abbekommen. Der drohe bei Temperaturen ab etwa 32 Grad. Dann könnten Äpfel regelrecht verkochen.

Der aus Obstbauern-Sicht gute Sommer konnte aber nicht die Schäden aus dem Frühjahr wieder gut machen. Weil es im März so warm gewesen sei, hätten die Apfelbäume sehr früh angefangen zu blühen, sagte Jentzsch. Im April kam dann der Wettereinbruch. Es sei über lange Zeit kalt und nass gewesen. Dazu kamen Frostperioden. Manche Blüten erfroren, andere wurden wegen fehlender Insekten nicht bestäubt.

Bislang seien rund zwei Drittel der Äpfel von den Bäumen geholt worden, sagte Jentzsch. Ende Oktober sei die Ernte voraussichtlich abgeschlossen.

Sachsen ist der drittgrößte Apfelproduzent Deutschlands - nach Baden-Württemberg und Niedersachsen. Dieses Jahr wird nach Verbandsangaben voraussichtlich jeder achte deutsche Apfel aus Sachsen kommen.

47 größere Betriebe stemmen den Hauptanteil des Erwerbsobstbaus in Sachsen. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen zwischen Dresden und Pirna und zwischen Döbeln, Leisnig sowie Oschatz.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Mitteldeutschland
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr