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Mitteldeutschland Sachsens Hochschulmensen treten für Nachhaltigkeit ein
Region Mitteldeutschland Sachsens Hochschulmensen treten für Nachhaltigkeit ein
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13:22 24.11.2018
Tassen mit der Aufschrift «Lieber Mensen gehen» stehen in einer Mensa der Technischen Universität Dresden auf einem Tablett. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Dresden

Die sächsische Hochschulgastronomie bemüht sich immer mehr um bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit. In den Hochschulmensen in Chemnitz, Leipzig und Dresden setze man verstärkt auf regionale Produkte und nachhaltig produzierte Lebensmittel, teilten die Studentenwerke mit.

Rainer Roehl, Gründer von „a’verdis“, einem Beratungsunternehmen für einen nachhaltigen Außer-Haus-Markt, ist überzeugt davon, dass die deutsche Hochschulgastronomie auf einem guten Weg ist. „In der Summe sind die Hochschulgastronomien in Deutschland weiter und schneller als andere Gastronomien und häufig sogar Impulsgeber beim Thema Bio-Lebensmittel, Fairtrade-Produkte oder verstärktem Fokus auf vegetarische und vegane Kost“.

In Chemnitz setzt man mit der Menülinie „MensaVital“ auf von Köchen und Ökotrophologen erarbeitete Ernährung. Eine gesunde, ausgewogene und vollwertige Ernährung gehöre zum Konzept, teilte ein Sprecher des Studentenwerks Chemnitz-Zwickau mit. Dies werde vor allem durch die „Verwendung eines hohen Anteils an Frischprodukten sowie einer umfangreichen Auswahl an vegetarischen und veganen Speisen“ realisiert. Zudem werde Wert darauf gelegt, so weit möglich, Produkte von Lieferanten aus der Region einzukaufen und saisonale Produkte zu verwenden.

Auch die Leipziger Hochschulgastronomie greife bevorzugt auf regionale Lieferanten zurück und lehne den Einsatz von gentechnisch veränderten Lebensmitteln ab, teilte das Studentenwerk mit. Außerdem werden in Leipzig bereits seit 2006 in allen Mensen und Cafeterien für Heißgetränke ausschließlich Kaffeebohnen, Kakao und Tee aus biologischem Anbau und fairem Handel eingesetzt. Das Studentenwerk habe da eine Verantwortung und wolle dieser gerecht werden.

Die Hochschulgastronomie in Dresden versucht ebenfalls, dem Veggie- und Regional-Trend zu folgen. Man müsse dies aber auch mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis und den Wünschen der Abnehmer vereinbaren, sagte Udo Lehmann vom Geschäftsbereich Hochschulgastronomie des Studentenwerks Dresden. In der Stadt wird in fast allen Mensen und Cafeterien Kaffee aus fairem Handel angeboten.

Trotz der Bemühungen der Studentenwerke gebe es aber noch Ausbaupotenzial, gerade weil das Thema Nachhaltigkeit sehr breit sei, meint Berater Roehl. Um das Thema ernst zu nehmen, sollten nicht nur Teilbereiche bearbeitet werden, sondern ein nachhaltiges Verpflegungssystem angestrebt werden. Dazu gehöre nicht nur, auf gesundes Essen und wenig Lebensmittelreste zu achten, sondern auch die Energieversorgung und den Wasserverbrauch nachhaltig zu gestalten sowie soziale Aspekte zu beachten.

Von Rosa Asendorpf/dpa

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