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Mitteldeutschland Sachsen will Orientierungskurse für Flüchtlinge weiterentwickeln
Region Mitteldeutschland Sachsen will Orientierungskurse für Flüchtlinge weiterentwickeln
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15:49 08.11.2018
Ein Kurs besteht aus 15 Stunden Sprache und 15 Stunden für Wertevermittlung und Vorbereitung auf Alltagssituationen. Quelle: dpa
Dresden

Sachsen möchte seine „Erstorientierungskurse“ für Flüchtlinge weiterentwickeln. Es gebe auch die Überlegung, ob die derzeit angebotenen 30 Stunden noch ausreichen, sagte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag im Landtag. Für Menschen aus anderen Ländern seien neben der deutschen Sprache Kenntnisse im kulturellen Umgang und gesellschaftlichen Miteinander elementar. Um sich in Deutschland zurecht zu finden und einzuleben, aber auch um Konflikte zu vermeiden, biete man diese Kurse an. Als Träger fungieren der Verband der Volkshochschulen, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Nach Angaben von Köpping nahmen in der Pilotphase zwischen Dezember 2015 und August 2017 rund 8000 Menschen an 422 Wegweiserkursen teil.„Seit Juli 2017 befinden wir uns in der Regelphase. Gefördert werden in den drei Erstaufnahmeeinrichtungen in Chemnitz, Dresden und Leipzig Kurse je nach Bedarf.“ Dafür stehen jährlich bis zu drei Millionen Euro bereit.

Ein Kurs besteht aus 15 Stunden Sprache und 15 Stunden für Wertevermittlung und Vorbereitung auf Alltagssituationen – beispielsweise auf die Nutzung des Nahverkehrs oder den Umgang mit Behörden. Seit Juli 2017 nahmen an 258 Kursen rund 6000 Asylsuchende teil, was einer Teilnehmerquote von 80 Prozent entspricht.

„Wir geben mit unseren Kursen den Menschen eine Orientierung, damit ihr Aufenthalt in der und um die Erstaufnahmeeinrichtung so konfliktfrei wie möglich ist. Die Menschen sind dankbar für diesen ersten Einblick in das Leben in Deutschland“, sagte Köpping.

dpa

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