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Sachsen will Neubaustrecke Dresden-Prag vorantreiben

Bestehende Route ausgelastet Sachsen will Neubaustrecke Dresden-Prag vorantreiben

Sachsen will den Bau einer neuen Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag gemeinsam mit dem Nachbarland vorantreiben. Ungeachtet der Kosten von rund 1,3 Milliarden Euro allein bis zur deutsch-tschechischen Grenze gibt sich Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) optimistisch.

Sachsen will den Bau einer neuen Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag gemeinsam mit dem Nachbarland vorantreiben.

Quelle: DB

Dresden. Sachsen will den Bau einer neuen Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag gemeinsam mit dem Nachbarland Tschechien vorantreiben. „Die Neubaustrecke ist ein Zukunftsprojekt und eine Generationenaufgabe“, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Donnerstag. Ungeachtet der Kosten von rund 1,3 Milliarden Euro allein bis zur deutsch-tschechischen Grenze gab er sich optimistisch, dass die knapp 43 Kilometer lange Neubaustrecke in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden könnte. Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten auf tschechischer Seite auf rund fünf Milliarden Euro.

Der Neubau wird als notwendig erachtet, weil die bestehende Route durch das Elbtal ausgelastet ist und wegen der geografischen Lage nicht erweitert werden kann. „Die Kapazitätsgrenze ist erreicht“, betonte Dulig. Zudem gilt die Strecke als wichtig, um einen „gravierenden Engpass“ zwischen den Häfen im Norden und Süosteuropa zu beseitigen.

Mit der Trasse außerhalb des Elbtals soll nicht nur die Fahrtzeit von Dresden nach Prag auf weniger als eine Stunde verkürzt werden. Es sollen auch deutlich mehr Züge auf der Strecke von Dresden über Heidenau nach Usti nad Labem und Prag rollen. Den Angaben zufolge sind im Elbtal derzeit insgesamt 280 Güter- und Personenzüge unterwegs. Nach dem Ausbau könnten es 135 Güterzüge pro Tag und Richtung sein sowie 16 Züge im Schienenpersonenverkehr. Die Planungen sehen unter anderem einen 26 Kilometer langen Tunnel durch das Erzgebirge vor, der mit zwei parallel verlaufenden Röhren die deutsch-tschechische Grenze quert.

Um die Planungen voranzutreiben, hat nach 18-monatiger Vorbereitung der Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) seine Arbeit aufgenommen. Sachsen und Tschechien sowie die Landkreise Sächsische Schweiz/Osterzgebirge und die Region Usti kümmern sich gemeinsam um organisatorische und planerische Fragen. Nach Schätzung des Ministeriums könnte die Strecke bei einem „optimalen Ablauf“ um 2035 herum in die Testphase gehen.

dpa

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