Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Sachsen verkauft frühere Flüchtlingsunterkunft Heidenau an Möbelwerk
Region Mitteldeutschland Sachsen verkauft frühere Flüchtlingsunterkunft Heidenau an Möbelwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 01.03.2017
Der ehemalige Baumarkt in Heidenau diente als Flüchtlingsunterkunft. Quelle: DNN/Archiv
Anzeige
Dresden

Sachsen hat seine frühere Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Heidenau mit Aufpreis an das benachbarte Möbelwerk verkauft. Wie aus einem am Mittwoch bekannt gewordenen Schreiben des Finanzministeriums an den Landtag hervorgeht, wurde die Immobilie für knapp 2,9 Millionen Euro veräußert. Sachsen hatte den früheren Baumarkt auf der Höhe der Flüchtlingskrise im Sommer 2015 für 2,0 Millionen Euro erworben.

Die Flüchtlingsunterkunft wurde wenig später selbst international bekannt, weil ein Mob von Rechtsextremen vor der Unterkunft randalierte und den Einzug Geflüchteter verhindern wollte. Von August 2015 bis Mai diente sie zur Erstaufnahme von Asylsuchenden und später als Interimslager der Landesdirektion Sachsen. Der Kaufvertrag wurde unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Landtages getroffen, hieß es. Dies gilt allerdings als Formsache.

Die Möbelwerke Heidenau GmbH & Co. KG (MWH) bestätigte den Kauf. Das Unternehmen will sofort nach Billigung durch den Landtag einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes stellen. Denn bislang besteht dort nur Baurecht für einen Bau- und Gartenmarkt. Nach Angaben von Werkleiter Maik Hippel plant MWH perspektivisch auf dem Gelände eine Produktion. „Wir betrachten den Erwerb als generationenübergreifende Weiterentwicklung des Standortes“, sagte Hippel der Deutschen Presse-Agentur.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mitteldeutschland Angst vor „Ausländer-Eintrittsgeld“ - FDP fordert Maut-Befreiung für Grenzregionen

Die sächsische FDP hat die Staatsregierung aufgefordert, sich im Bundesrat für eine Befreiung der Grenzregion von der geplanten Pkw-Maut einzusetzen. „Die Einführung einer Pkw-Maut wird den sächsischen Grenzregionen und dem Freistaat insgesamt schaden“, warnte der Landesvorsitzende Holger Zastrow am Mittwoch in Dresden.

01.03.2017

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) kommt nicht allzu häufig das Verkünden guter Botschaften zu. Deshalb genoss er seine Zweit-Funktion als Bauminister gestern sichtlich: „Es sind ein paar schöne Dinge“, leitete Ulbig die Präsentation der Kabinettsbeschlüsse zum Familienwohnen, zur sozialen Integration und zur Städtebauförderung ein.

01.03.2017

„Wir hatten ein gutes, vielleicht sogar sehr gutes Jahr“, findet Christian Striefler, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens. Denn im Gegensatz zu einigen anderen Einrichtungen und Institutionen in Dresden seien beim Schlösserland 2016 Umsatz und Besucherzahlen gestiegen.

01.03.2017
Anzeige