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Mitteldeutschland Sachsen schiebt 22 Tunesier ab - die meisten direkt aus dem Gefängnis
Region Mitteldeutschland Sachsen schiebt 22 Tunesier ab - die meisten direkt aus dem Gefängnis
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16:15 11.04.2018
Symbolfoto Quelle: dpa
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Dresden

Sachsen hat am Mittwoch erneut straffällig gewordene Tunesier in ihre Heimat abgeschoben. Die Maschine mit 22 Betroffenen an Bord hob vom Flughafen Leipzig-Halle in Richtung Enfidha ab, gab das Innenministerium auf Anfrage bekannt. Bis auf zwei Ausnahmen hätten sich alle von ihnen in Haft befunden. Die Hälfte der Abgeschobenen lebte in Sachsen, die anderen kamen aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Bayern und Hamburg.

Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums lebten Ende Februar 11 244 Menschen in Sachsen, die zur Ausreise verpflichtet waren. Die meisten stammten aus Indien, gefolgt von Russland und Pakistan. Aus Tunesien stammten 651. 7237 der Ausreisepflichtigen hatten eine Duldung, die Mehrzahl (4971) wegen fehlender Reisedokumente.

2017 hatten die sächsischen Behörden deutlich mehr ausländische Straftäter aus der Haft abgeschoben als zuvor. Laut Innenministerium wurden 112 Strafgefangene direkt aus den Gefängnissen des Freistaats zwangsweise in ihre Heimatländer gebracht. Das waren fast dreimal so viele wie ein Jahr zuvor (38).

dpa

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