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Mitteldeutschland Sachsen schiebt Bekannten von Attentäter Amri nach Tunesien ab
Region Mitteldeutschland Sachsen schiebt Bekannten von Attentäter Amri nach Tunesien ab
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17:18 01.02.2017
Dresden

Die sächsischen Behörden haben einen Bekannten des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri nach Tunesien abgeschoben. Der 26 Jahre alte Tunesier sei am Mittwochvormittag von Beamten der Landespolizei aus der Untersuchungshaft in Berlin-Moabit abgeholt und nach Frankfurt gebracht worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Dresden. Von dort aus sei er mit einer Linienmaschine in sein Heimatland gebracht worden. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe über die Abschiebung berichtet.

Der Mann hatte sich am Vorabend des Attentats vom 19. Dezember mit Amri in einem Berliner Lokal zum Abendessen getroffen. Ob er von den Anschlagsplänen seines Landsmannes gewusst hat, ließ sich nach Angaben der Bundesanwaltschaft aber nicht klären. In Haft saß der 26-Jährige seit Anfang Januar wegen Betrugsverdachts. Er soll Sozialleistungen erschlichen haben. Laut sächsischem Innenministerium war der Tunesier in Deutschland mit 19 verschiedenen Identitäten unterwegs.

dpa

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