Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Sachsen kritisiert Beschluss zu Atom-Endlager
Region Mitteldeutschland Sachsen kritisiert Beschluss zu Atom-Endlager
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:51 21.12.2016
Das Erkundungsbergwerk Gorleben Quelle: dpa
Dresden

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) hat die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll kritisiert. „Der nun beschlossene Entwurf führt dazu, dass auch Gesteinsarten einbezogen werden, die geologisch schlechter geeignet sind. Das geht auf Kosten der Sicherheit“, sagte er am Mittwoch in Dresden. Bei der Endlagerung gehe es um einen Zeitraum von einer Million Jahren: „Niemand kann die Garantie dafür übernehmen, dass technische Barrieren wie zum Beispiel Behälter für einen solchen Zeitraum geeignet sind.“

Gesteinsformationen, die nur in Kombination mit zusätzlichen technischen Einrichtungen Sicherheit bieten, seien daher abzulehnen, erklärte Schmidt. Sie weiterzuverfolgen, gehe auf Kosten der Sicherheit: „Es kostet Zeit und verschwendet Ressourcen. Sachsen wird sich gegen eine Lösung mit technischen Barrieren stellen, solange andere Gesteinsformationen vorhanden sind, die ohne technische Zusatzeinrichtungen die hoch radioaktiven Abfälle sicher einschließen können. Gemeinsames Ziel in Deutschland muss ein Endlager mit der bestmöglichen Sicherheit bleiben.“

Der Gesetzentwurf legt fest, wie und nach welchen Kriterien bis 2031 ein Ort für ein Endlager-Bergwerk bestimmt werden soll, in dem der Atom-Abfall so sicher wie möglich gelagert werden kann. Bei der Suche soll das gesamte Bundesgebiet betrachtet werden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die letzte Sitzung des NSU-Prozesses in diesem Jahr endete mit einem Befangenheitsantrag, der möglicherweise keiner ist. Grund der Verwirrung ist das Zerwürfnis Zschäpes mit ihren ursprünglichen Pflichtverteidigern.

21.12.2016

Die Konjunktur in Sachsen wird sich abkühlen, prognostiziert ifo Dresden: Statt mit 1,7 % wie 2016 rechnet ifo für 2017 mit nur noch 1,4 % Wachstum.

21.12.2016

Wirtschaftsforscher gehen im kommenden Jahr von einem moderaten Aufschwung für Ostdeutschland aus. Laut aktueller Prognose des Dresdner Ifo-Instituts können die ostdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin für das Jahr 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent rechnen.

21.12.2016