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Sachsen kritisiert Beschluss zu Atom-Endlager

Zu unsicher Sachsen kritisiert Beschluss zu Atom-Endlager

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) hat die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Suche nach einem Atom- Endlager kritisiert. „Der nun beschlossene Entwurf führt dazu, dass auch Gesteinsarten einbezogen werden, die geologisch schlechter geeignet sind. Das geht auf Kosten der Sicherheit“, sagte er am Mittwoch in Dresden.

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Das Erkundungsbergwerk Gorleben

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) hat die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll kritisiert. „Der nun beschlossene Entwurf führt dazu, dass auch Gesteinsarten einbezogen werden, die geologisch schlechter geeignet sind. Das geht auf Kosten der Sicherheit“, sagte er am Mittwoch in Dresden. Bei der Endlagerung gehe es um einen Zeitraum von einer Million Jahren: „Niemand kann die Garantie dafür übernehmen, dass technische Barrieren wie zum Beispiel Behälter für einen solchen Zeitraum geeignet sind.“

Gesteinsformationen, die nur in Kombination mit zusätzlichen technischen Einrichtungen Sicherheit bieten, seien daher abzulehnen, erklärte Schmidt. Sie weiterzuverfolgen, gehe auf Kosten der Sicherheit: „Es kostet Zeit und verschwendet Ressourcen. Sachsen wird sich gegen eine Lösung mit technischen Barrieren stellen, solange andere Gesteinsformationen vorhanden sind, die ohne technische Zusatzeinrichtungen die hoch radioaktiven Abfälle sicher einschließen können. Gemeinsames Ziel in Deutschland muss ein Endlager mit der bestmöglichen Sicherheit bleiben.“

Der Gesetzentwurf legt fest, wie und nach welchen Kriterien bis 2031 ein Ort für ein Endlager-Bergwerk bestimmt werden soll, in dem der Atom-Abfall so sicher wie möglich gelagert werden kann. Bei der Suche soll das gesamte Bundesgebiet betrachtet werden.

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