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Mitteldeutschland Sachsen hat Schwierigkeiten bei Besetzung der neuen Lehrerstellen
Region Mitteldeutschland Sachsen hat Schwierigkeiten bei Besetzung der neuen Lehrerstellen
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15:27 05.06.2016
Quelle: dpa
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Dresden

Sachsen hat große Schwierigkeiten bei der Besetzung der 1200 neuen Lehrerstellen. Beim Kultusministerium seien zwar 1700 Bewerbungen eingegangen, allerdings nur zwei Drittel von studierten Lehrern, sagte Dirk Reelfs, Sprecher des Kultusministeriums, am Sonntag. Zuvor hatte MDR Aktuell darüber berichtet.

Zudem stellt sich auch diesmal wieder ein langjähriges weiteres Problem: Die meisten Pädagogen wollen nicht aufs Land, sondern in die Stadt. 70 Prozent der Lehrer hätten sich nur für die Ballungsräume Dresden und Leipzig beworben.

Sachsen will die neuen Lehrer zum nächsten Schuljahr einstellen. „1200 ist unser ehrgeiziges Ziel“, sagte Reelfs. Der Freistaat habe extra als erstes Bundesland mit den Einstellungen begonnen, um die Chancen zu erhöhen. Allerdings hätten inzwischen auch schon Lehrer bereits unterschriebene Verträge wieder gekündigt, weil sie ein besseres Angebot aus anderen Bundesländern erhalten haben.

„Der Lehrermarkt ist wie er ist, nämlich leergefegt“, sagte Reelfs. Deswegen seien „schmerzliche Einschnitte“ im nächsten Schuljahr nicht ausgeschlossen: Klassen würden eher aufgefüllt als neu gebildet, bei Arbeitsgemeinschaften werde zusammengestrichen. Das Kultusministerium plant zudem, vor allem in Grund- und Oberschulen Seiteneinsteiger einzusetzen.

Sachsen habe 2011 mit dem Bildungspaket auf den sich abzeichnenden Lehrermangel reagiert, sagte Reelfs. An den Universitäten wurde die Zahl der Lehramtsstudienplätze nach oben geschraubt. Allerdings müssen die angehenden Pädagogen jetzt erstmal durch das Studium kommen. Frühestens 2018/19 werde das Entspannung bringen, sagte Reelfs.

dpa

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