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Mitteldeutschland Sachsen: Kaum Nachfolger für Hausärzte auf dem Land
Region Mitteldeutschland Sachsen: Kaum Nachfolger für Hausärzte auf dem Land
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11:16 09.09.2016
Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen waren zum 1. Juli 226 Hausarzt-Stellen im Freistaat unbesetzt. Quelle: dpa
Dresden

Hausärzte in ländlichen Regionen sind rar. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen waren zum 1. Juli 226 Hausarzt-Stellen im Freistaat unbesetzt, davon entfallen mehr als 200 auf die Gegenden außerhalb der Ballungszentren Dresden, Leipzig und Chemnitz. Die Versorgung sei zunehmend problematisch, hieß es.

Den Angaben zufolge sind von den gut 2600 praktizierenden Hausärzten im Sachsen 680 älter als 60 Jahre, 340 sogar älter als 65 Jahre. Damit seien insgesamt 40 Prozent der Hausärzte nahe dem Rentenalter. Einen Nachfolger zu finden, ist gerade in strukturschwachen Regionen eine Herausforderung. „Viele zögern den Zeitpunkt noch hinaus, oftmals weil die Praxisnachfolge und Versorgung der eigenen Patienten nicht abgesichert ist“, so ein KV-Sprecher.

Die Kassenärztliche Vereinigung bietet deshalb eine Praxis- und Stellenbörse und fördert gemeinsam mit den Krankenkassen Weiterbildungen im Bereich der Allgemeinmedizin sowie Praxisneugründungen und Übernahmen. Zudem werden künftige sächsische Landärzte gefördert, die sich an der Universität von Pécs im Süden Ungarns ausbilden lassen. Wegen großer Nachfrage soll Zahl der Förderplätze perspektivisch verdoppelt werden, kündigte die Kassenärztliche Vereinigung an.

An diesem Freitag will das Gesundheitsministerium zudem den Vertrag über das Hausarzt-Stipendium verlängern. Voraussetzung für die monatliche Unterstützung ist die Bereitschaft, nach Abschluss der Facharztausbildung außerhalb der drei sächsischen Großstädte zu arbeiten.

dpa

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