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Mitteldeutschland “Sachsen-Bashing“: Streit im CDU-Bundesvorstand
Region Mitteldeutschland “Sachsen-Bashing“: Streit im CDU-Bundesvorstand
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10:30 12.09.2018
Arnold Vaatz (Archivfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

Wie mehrere Medien am Mittwoch berichten, sollen sich sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete beim Vorstand ihrer Partei über den Umgang mit den rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz beschwert haben. Arnold Vaatz, Abgeordneter aus Dresden und stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion, war nach Informationen des Focus stinkwütend und habe über pauschale Kritik von außen auf den Freistaat und anhaltendes „Sachsen-Bashing“ gewettert.

Dabei soll Vaatz auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf angegriffen haben. Es könne nicht sein, dass Regierungssprecher Steffen Seibert Begriffe wie „Hetzjagd“ verwende, ohne sich richtig informiert zu haben, wird Vaatz beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zitiert. Vaatz zeigte sich angeblich auch erbost über die falsche Medien-Darstellung der Ereignisse in Chemnitz. Die angeblichen ‚Hasstexte‘ linker Bands, die beim #wirsindmehr-Konzert mit 65.000 Menschen in Chemnitz teilgenommen hatten, würden öffentlich kaum thematisiert, stattdessen gehe es immer nur um rechtsextreme Ausschreitungen in der Stadt, soll Vaatz gesagt haben.

Andere Abgeordnete aus Sachsen sollen sich allerdings auch deutlich gemäßigter ausgedrückt haben. Marco Wanderwitz, Chef der CDU-Landesgruppe Sachsen, soll Vaatz Kritik an den Äußerungen des Regierungssprechers beispielsweise nicht mitgetragen haben, heißt es beim MDR. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier habe versucht, die Lage zu besänftigen, indem auch er vor „Sachsen-Bashing“ warnte, schreibt der Focus.

Von mpu

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