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Mitteldeutschland SPD wählt Liste für Bundestagswahl
Region Mitteldeutschland SPD wählt Liste für Bundestagswahl
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14:41 11.03.2017
Daniela Kolbe Quelle: DNN/Archiv
Dresden

Die sächsische SPD zieht mit Daniela Kolbe an der Spitze in den Bundestagswahlkampf. Die 37 Jahre alte Physikerin wurde am Samstag auf einem Parteitag in Nossen mit 88,6 Prozent der Stimmen auf Platz 1 der Liste gewählt. Sie gehört seit 2009 zum Bundestag und ist zugleich Generalsekretärin der Sozialdemokraten im Freistaat. Auf den weiteren Plätzen folgen Sachsens früherer Wirtschaftsminister Thomas Jurk (88,1 Prozent), der genau wie die nachfolgenden Kandidaten Susann Rüthrich (77,6), Detlef Müller (92,1) und Simone Raatz (97,5) bereits im Bundestag sitzt. Als erster „Neuer“ folgt auf Platz 6 Richard Kaniewski (62,3). Er hatte einen Gegenkandidaten.

Nach den Worten von Kolbe steht SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz dafür, „Deutschland wieder gerechter zu machen“. Damit spreche er gerade den Ostdeutschen aus der Seele. Schulz sei „bei den Menschen, die jeden Tag zu tun haben, über die Runden zu kommen“. Kolbe sagte einen „harten Wahlkampf“ voraus, bei der die SPD auch Lügen und Propaganda ausgesetzt sein werde. Inzwischen gebe es aber eine Gegenbewegung. Es gehe nicht nur um eine Wahl, sondern auch darum, in welchem Land man leben wolle: „Der Schulz-Zug ist nicht zu stoppen. Der hat keine Bremsen.“ Ein Automatismus sei das allerdings nicht.

Zu Beginn stimmte Parteichef Martin Dulig die 80 Delegierten auf die Bundestagswahl am 24. September ein. Er machte den Aufschwung der SPD in den vergangenen Wochen an zwei Namen fest. Sigmar Gabriel gebühre Dank für eine „grandiosen Übergang“. Mit Kanzlerkandidat Martin Schulz sei das Thema Gerechtigkeit und damit der Markenkern der SPD wieder in aller Munde: „Gerechtigkeit ist auch der Grund, warum das Zutrauen in die SPD wieder gewachsen ist.“ Die Partei habe sich einen Vertrauensvorschuss erarbeitet, müsse sich aber auf dem Boden bewegen. Der Vertrauensvorschuss müsse nun zu Vertrauen führen.

Die sächsische SPD hat derzeit 4629 Mitglieder und profitiert momentan vom „Martin-Schulz-Effekt“: Seit Jahresanfang konnte die Partei bereits 270 neue Mitglieder aufnehmen. Bei der Bundestagswahl 2013 kam die SPD im Freistaat mit 14,6 Prozent der Stimmen hinter CDU und Linken auf Platz 3 ein. Direktmandate gewann sie damals nicht.
Nach den Worten von Parteichef Dulig will die SPD diesmal zweitstärkste Kraft werden, mit klarem Abstand zu den Mitbewerbern nach unten und einem möglichst kleinen Abstand nach oben.

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