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Rekordinvestitionen bei sächsischen Wohnungsgenossenschaften

Mehr Neu- als Rückbau Rekordinvestitionen bei sächsischen Wohnungsgenossenschaften

Auch beflügelt von niedrigen Zinsen sind die Investitionen der sächsischen Wohnungsgenossenschaften 2017 auf Rekordniveau gestiegen. Gegenüber 2016 haben sie um 9,8 Prozent zugelegt. Erstmals seit der Wende wurden mehr Wohnungen neu- als rückgebaut.

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Erstmals seit der Wende  wurden mehr Wohnungen neu- als rückgebaut.

Quelle: dpa

Dresden. Auch beflügelt von niedrigen Zinsen sind die Investitionen der sächsischen Wohnungsgenossenschaften (VSWG) 2017 auf Rekordniveau gestiegen. Gegenüber 2016 hätten sie um 9,8 Prozent zugelegt, teilte der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften am Donnerstag in Dresden mit. Insgesamt wurden mehr als 416 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung investiert.

Nach noch vorläufigen Zahlen sind 2017 für knapp 90 Millionen Euro bis zu 650 neue Wohnungen entstanden - allein in diesem Bereich stiegen die Investitionen um mehr als 90 Prozent. Für die Instandhaltung wurden 11 Millionen Euro mehr ausgegeben als 2016. Bei den Modernisierungen wurden mit knapp 118 Millionen Euro etwa 800 000 Euro weniger ausgegeben als im Vorjahr.

Dem stand ein Rückbau von bis zu 450 Einheiten gegenüber. „Erstmals konnte eine Trendwende erreicht werden, bei der der Neubau den Rückbau um mehr als 150 Wohnungen überstieg“, sagte Verbandsvorstand Axel Viehweger.

Mit rund 270 neuen Einheiten habe der Schwerpunkt beim Neubau im Raum Leipzig gelegen - vor Dresden und Chemnitz, wo jeweils rund 100 neue Wohnungen gebaut worden seien. Viehweger hob jedoch hervor, „dass der Neubau nicht nur ein Thema für die sächsischen Großstädte ist“. So sähen die Planungen der Genossenschaften für das laufende Jahr weitere Projekte auch in Döbeln, Freital und Radeberg vor.

Die durchschnittlichen Quadratmetermieten stiegen bei den Genossenschaften 2017 zum Vorjahr nur um wenige Cent auf 4,80 bis 4,89 Euro. Für eine Durchschnitts-Genossenschaftswohnung von 58 Quadratmetern mussten warm im Schnitt etwa 400 Euro hingelegt werden. Der jährliche Anstieg der Mieten habe bei den Genossenschaften seit 2007 nur 1,1 Prozent betragen und liege damit „deutlich unter dem der anderen Marktteilnehmer“.

Die im Verband organisierten Wohnungsgenossenschaften bewirtschaften mit knapp 275 000 Einheiten fast jede fünfte Mietwohnung im Freistaat.

dpa

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