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Reichsbürger: Fünf Prozent besitzen Waffen

Schärfere Kontrollen gefordert Reichsbürger: Fünf Prozent besitzen Waffen

In Sachsen sind mindestens 78 Rechtsextremisten und 68 sogenannte Reichsbürger legal im Besitz einer Waffe. Damit besitzen im Freistaat rund fünf Prozent der Reichsbürger einen Waffenschein, wie die Linksfraktion im Sächsischen Landtag unter Berufung auf eine Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte.

In Sachsen sind mindestens 78 Rechtsextremisten und 68 sogenannte Reichsbürger legal im Besitz einer Waffe.

Quelle: dpa

Dresden. In Sachsen sind mindestens 78 Rechtsextremisten und 68 sogenannte Reichsbürger legal im Besitz einer Waffe. Damit besitzen im Freistaat rund fünf Prozent der Reichsbürger einen Waffenschein, wie die Linksfraktion im Sächsischen Landtag gestern unter Berufung auf eine Antwort von Innenminister Roland Wöller (CDU) auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte.

Reichsbürger leugnen die Existenz der Bundesrepublik und behaupten, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Einige sind in rechtsextremistischen Gruppen engagiert. Der Verfassungsschutz beobachtet die Szene bundesweit.

Den Angaben zufolge leben die meisten bewaffneten Reichsbürger Sachsens in den Landkreisen Zwickau (16) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (zehn). Neonazis mit Waffenschein wurden demnach am häufigsten in den Kreisen Bautzen und Görlitz sowie im Erzgebirgskreis gezählt (jeweils neun). In 40 Fällen seien im vorigen Jahr bereits erteilte Erlaubnisse zum Waffenbesitz widerrufen worden, hieß es weiter. „Trotzdem gingen die meisten der immerhin 149 sogenannten Zuverlässigkeitsprüfungen ins Leere“, kritisierte die Linken-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz. Insbesondere bei den Reichsbürgern sei zudem von einer hohen Dunkelziffer von Waffenbesitzern auszugehen, fügte sie hinzu. Daher sehe sie den neuen Innenminister Wöller „vor der gleichen Herausforderung, an der sein Vorgänger gescheitert ist: die extreme Rechte endlich zu entwaffnen“, betonte Köditz.

Von DNN

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