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Reaktionen in Sachsen auf die Saar-Wahl

Jubel und Enttäuschung Reaktionen in Sachsen auf die Saar-Wahl

In Sachsen haben Politiker das Abschneiden ihrer Parteien bei der saarländischen Landtagswahl meist in den Kontext der Bundestagswahl gestellt.

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Michael Kretschmer (CDU)

Quelle: dpa

Dresden. In Sachsen haben Politiker das Abschneiden ihrer Parteien bei der saarländischen Landtagswahl meist in den Kontext der Bundestagswahl gestellt. Für CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer ist der klare Sieg der Union ein Beleg dafür, dass Wähler die Antwort auf die Krise in Europa oder die Herausforderungen bei der Lösung der Flüchtlingsfrage nicht bei linken Parteien suchen. „Die CDU hat jede Chance, die Bundestagswahl zu gewinnen, wenn sie mutige und ehrliche Antworten gibt und um das Vertrauen der Menschen kämpft“, sagte er.

SPD-Chef Martin Dulig zeigte sich enttäuscht über das Abschneiden seiner Partei im Saarland. Sie war weit abgeschlagen hinter der CDU (ARD-Hochrechnung von 19.18 Uhr: 40,4 Prozent) mit 29,8 Prozent auf Platz zwei gekommen: „Schade. Wir hatten uns klar mehr erhofft. Dass es nun doch nicht zur stärksten Kraft im Saarland gereicht hat, ist bedauerlich.“ Für die Bundestagswahl heiße es nun „weiterkämpfen“. Auch SPD-Generalsekretärin Daniele Kolbe wollte das Ergebnis als „Ansporn“ verstehen. Die SPD habe auch im Osten starkes Potenzial.

Die sächsischen Linken schätzten das Abschneiden ihrer Genossen trotz Stimmenverlusten als „stark“ ein (Hochrechnung: 13,1 Prozent). Für den Sieg der CDU machte Parteichef Rico Gebhardt auch den Amtsbonus von CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer verantwortlich. Die Linken mit Oskar Lafontaine blieben aber eine feste Kraft an der Saar. Gebhardt fand 40 Prozent Zustimmung für Rot-Rot in einem westdeutschen Flächenland beeindruckend. Eine wirkliche Wechselwahl sehe aber anders aus, sagte der Politiker.

AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer (Hochrechnung: 6,1 Prozent) nannte als vordergründiges Ziel seiner Partei, in alle Landtage und auch in den Bundestag einzuziehen. Er sei überzeugt davon, dass die AfD für die Bundestagswahl noch mobilisieren könne. Den anderen Parteien hielt Wurlitzer vor, nun seit langem von der AfD vertretene Standpunkte zu übernehmen. Die Wähler würden das aber durchschauen.

Die Grünen bezeichneten das Ausscheiden ihrer Partei aus dem saarländischen Landtag als großen Verlust. Es werde dort nun die „grüne Stimme für Ökologie, Weltoffenheit und Toleranz“ fehlen, erklärte die Grünen-Vorsitzende Christin Melcher. Die Grünen hatten laut Hochrechnung den Wiedereinzug in den Landtag nicht geschafft.

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