Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Protest gegen Asylpolitik: Bürgerbüro von de Maizière beklebt
Region Mitteldeutschland Protest gegen Asylpolitik: Bürgerbüro von de Maizière beklebt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:45 11.08.2016
Das Bürgerbüro von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Großenhain ist zur Zielscheibe eines Protestes gegen die deutsche Asylpolitik geworden. Quelle: Archiv
Anzeige
Großenhain

Das Bürgerbüro von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im sächsischen Großenhain ist Ziel einer Protestaktion gegen die Asylpolitik geworden. In der Nacht zum Donnerstag klebten Unbekannte Plakate mit Bildern vom Zaun in Idomeni an der mazedonisch-griechischen Grenze sowie dem Mittelmeer an die Scheiben und versahen sie mit einer Äußerung des Ministers. Am frühen Morgen bekannte sich ein sogenanntes „Kommando Großenhain“ zu der Tat und schickte ein Video davon mit.

Außerdem wurden Schuhe vor die Eingangstür gestellt. Angeblich hatten die Aktivisten diese von einem Strand auf der griechischen Insel Lesbos eingesammelt. Mit der Aktion habe man auf die „tödliche EU-Außenpolitik im Allgemeinen und die menschenverachtende deutsche Politik im Speziellen“ aufmerksam machen wollen, hieß es.

Das Bürgerbüro schaltete die Polizei ein. Beamte waren vor Ort und stellten die Plakate sicher. „Es liegt aber keine Sachbeschädigung vor“, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Dresden. Die Akteure hätten mit Tapetenleim gearbeitet, der noch gar nicht trocken gewesen sei. Deshalb habe man die Plakate ohne Probleme entfernen können.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für den Medienpädagogischen Preis gibt es in diesem Jahr auch eine Sonderkategorie. Neben Kompetenzprojekten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wird auch der beste Beitrag zum Thema „Fremder Nachbar?!“ prämiert, wie das Kultusministerium in Dresden am Donnerstag mitteilte.

11.08.2016

Die gealterte Bevölkerung in Sachsen braucht im Jahr 2030 mehr Urologen und Augenärzte, aber weniger Frauenärzte und Psychotherapeuten. Das ist ein Ergebnis eines Gutachtens des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung, das gestern in Dresden vorgestellt wurde.

11.08.2016

Punktgenau zur aufflammenden Debatte um Lehrermangel und das Schulgesetz geht Sachsens Wirtschaftsminister und SPD-Chef Martin Dulig mit einem speziellen Vorstoß in die Offensive. Nicht nur die Schule im Freistaat, sondern das gesamte Bildungssystem müsse sich grundlegend wandeln, sagte er den DNN.

11.08.2016
Anzeige