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Mitteldeutschland Ortsbeirat Dresden-Neustadt: Ausbau der Königsbrücker Straße wird erneut geprüft
Region Mitteldeutschland Ortsbeirat Dresden-Neustadt: Ausbau der Königsbrücker Straße wird erneut geprüft
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17:30 09.09.2015
Kreuzung Königsbrücker Straße/ Bischofsweg: Ein Ende der Planungsphase für den Ausbau ist nicht in Sicht. Quelle: Sebastian Kahnert

„Wir machen uns zur Lobby von Menschen, die auf Lebensqualität auch im innerstädtischen Bereich achten. Sie machen sich zum Sprecher von Leuten, die in den Randlagen wohnen und schnell durch die Stadt kommen wollen." Thiele hatte zuvor zwar tapfer, aber erfolglos für die vom alten Stadtrat beschlossene Variante 7 für die Sanierung der Königsbrücker Straße gekämpft.

Der Ortsbeirat Neustadt stimmte auf einer Sondersitzung mit elf gegen zwei Stimmen für einen interfraktionellen Antrag der neuen, rot-grün-roten Stadtratsmehrheit (RGR), der den Sanierungsbeschluss auf Eis legt. Neben der Variante 7, die separate Fahrspuren für Autos und überfahrbare Straßenbahngleise vorsieht, sollen auch die Varianten 8.1 und 8.2 geprüft werden. Bei beiden von RGR erdachten Varianten teilen sich Autos und Straßenbahnen eine Fahrspur. 8.1 beinhaltet aber noch einen Mittelstreifen als Querungshilfe für Fußgänger.

„Möge die beste Variante gewinnen!", sagte Stadtrat Martin Schulte-Wissermann (Fraktion Die Linke) zum vorgeschlagenen Variantenvergleich, Margit Haase (Grüne) gab den Zeitplan vor: Im März 2015 soll der Vergleich abgeschlossen sein, im April eine Bürgerversammlung stattfinden, im Mai der Stadtrat die Vorzugsvariante beschließen. Laut Ortsamtsleiter André Barth gibt es zwei Probleme: Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hat eine Haushaltssperre verfügt. Der Stadt stehen keine Mittel für Planungsleistungen zur Verfügung. Und: Bis zum Vorliegen der Ergebnisse eines Variantenvergleichs würde ein halbes Jahr ins Land gehen. Mithin: Der Zeitplan ist nicht zu halten. Was heißt: Der Ausbau der Königsbrücker verzögert sich weiter.

Im Ortsbeirat Neustadt hat RGR eine satte Mehrheit, und die sieht kein Problem mit einem Zeitverzug. Schlimmer wäre ein zu breiter Ausbau der Königsbrücker Straße, der nicht mehr korrigiert werden könne, hieß es. Die Belegung der Straße werde immer weiter sinken, versprachen Schulte-Wissermann, Haase und SPD-Stadtrat Axel Bergmann.

Michael Deutschmann (FDP) erklärte, die Liberalen seien nicht mehr „auf Krawall gebürstet" bei dem Thema. „Es läuft auf einen Bürgerentscheid zur Königsbrücker hinaus. Darauf arbeiten wir als FDP hin", kündigte er an. Entscheiden dürften dann alle Bürger der Stadt über den Ausbau und nicht, wie von RGR gewünscht, nur die Bewohner der Neustadt.

Falk Lösch, Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), erklärte auf DNN-Anfrage, er könne sich noch nicht zu den RGR-Plänen äußern. „Uns liegen keine belastbaren Unterlagen vor." Die DVB würden darauf hoffen, dass ihre Straßenbahngleise bis zur Sanierung der Königsbrücker Straße durchhalten. Das wird laut Stadt frühestens 2018 sein. Frühestens.

Thomas Baumann-Hartwig

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