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Mitteldeutschland Online-Abstimmung über „Schleudersachse“ und „Fass ohne Boden“
Region Mitteldeutschland Online-Abstimmung über „Schleudersachse“ und „Fass ohne Boden“
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19:05 22.10.2018
Reist Dresdens OB Dirk Hilbert zu viel? Quelle: dpa
Chemnitz

Der Bund der Steuerzahler setzt bei der Wahl des größten öffentlichen Verschwenders auf die Bevölkerung. Bis Monatsende kann online abgestimmt werden, wer den „Schleudersachsen“ am 6. November bekommen soll, wie der Landesverband am Montag mitteilte. Erstmals vergeben wird der Negativpreis „Fass ohne Boden“ für Verschwender, die wiederholt auffallen. Die „so gut wie nie gefüllten öffentlichen Kassen verleiten zu manch überflüssiger und unsinniger Geldausgabe“, hieß es.

Zur Auswahl stehen acht besondere Verschwendungsfälle, darunter die Reisefreude von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). An ihm „könnte ein Außenminister verloren gegangen sein“, meint der Verein. Die Kosten für 37 Trips, darunter nach China und Hawaii, summierten sich auf fast 33 600 Euro. Die Bauverwaltung der Landeshauptstadt ist im Finale für den „Fass ohne Boden“, wegen neuerlicher Verschwendung bei einer Brückensanierung. Ein Aussichtspunkt in Bischofshut-Form in Meißen für 76 000 Euro gilt als „Posse der besonderen Art“.

Die teure Repräsentation der Staatskanzlei und „unangemessene Imagekampagnen“ von Ministerin Petra Köpping (SPD) stehen ebenso in der Kritik wie eine neue Straße zum Ex-Grenzübergang Altenberg für gut 560 000 Euro neben der alten intakten Trasse und der Rechtsstreit um die Kündigung eines Semperoper-Chefs, „den es nicht wirklich gab“.

dpa

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