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Negativpreis „Tonstörung“ für Staatsanwaltschaft Leipzig

Fall Gemkow Negativpreis „Tonstörung“ für Staatsanwaltschaft Leipzig

Für besonders unkommunikative Leistungen erhält die Staatsanwaltschaft Leipzig in diesem Jahr den Negativpreis „Tonstörung“ der Landespressekonferenz Sachsen. Damit solle das „Agieren der Behörde im Fall des Buttersäure-Anschlags auf die Wohnung von Justizminister Gemkow im November 2015“ kritisiert werden."

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Für besonders unkommunikative Leistungen erhält die Staatsanwaltschaft Leipzig in diesem Jahr den Negativpreis „Tonstörung“ der Landespressekonferenz Sachsen.

Quelle: dpa

Dresden. Für besonders unkommunikative Leistungen erhält die Staatsanwaltschaft Leipzig in diesem Jahr den Negativpreis „Tonstörung“ der Landespressekonferenz Sachsen. Damit solle das „Agieren der Behörde im Fall des Buttersäure-Anschlags auf die Wohnung von Justizminister Gemkow im November 2015“ kritisiert werden, teilte der Verein landespolitisch berichtender Journalisten am Freitag in Dresden mit. Den Preisträger hatte eine Jury aus mehreren Vorschlägen ausgewählt.

„Obwohl der Fall bundesweit erhebliches Aufsehen erregte, verzichtete die Staatsanwaltschaft Leipzig darauf, proaktiv über Ermittlungsfortschritte zu berichten“, hieß es zur Begründung. So war die im September erhobene Anklage gegen zwei Beschuldigte erst im November bekanntgeworden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Nicht-Information mit mangelndem öffentlichen Interesse begründet.

Der Fall Gemkow sei eklatant, aber exemplarisch für die Pressearbeit bei Staatsanwaltschaften und Gerichten in Sachsen, so die Jury. Im Arbeitsalltag entstehe oft der Eindruck, dass die Abfrage von Fakten und Informationen als Störung empfunden und Pressearbeit als notwendiges Übel oder gar Zumutung betrachtet werde. Dabei sei es „gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Situation unerlässlich, Transparenz herzustellen“.

dpa

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