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Mitteldeutschland NSU-Ausschuss tagt mehrfach - Linke kritisieren Geheimniskrämerei
Region Mitteldeutschland NSU-Ausschuss tagt mehrfach - Linke kritisieren Geheimniskrämerei
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11:02 13.10.2017
Dem NSU-Untersuchungsausschuss des sächsischen Landtags steht ein Sitzungsmarathon bevor. Quelle: dpa
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Dresden

Dem NSU-Untersuchungsausschuss des sächsischen Landtags steht ein Sitzungsmarathon bevor. In der kommenden Woche treffe sich das Gremium gleich drei Mal, teilte die stellvertretende Ausschussvorsitzende, Kerstin Köditz (Linke), am Freitag in Dresden mit. Am Montag und Mittwoch sollen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes vernommen werden. Köditz kritisierte den Geheimdienst. „An dessen sturer Geheimniskrämerei hat sich natürlich nichts geändert: Öffentlichkeit bleibt außen vor, wir dürfen nicht einmal sagen, wen wir geladen haben.“

Lediglich am kommenden Freitag wird öffentlich getagt. Als Zeuge ist ein thüringischer Kriminalist geladen. Er hatte nach dem Untertauchen der NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe Fahndungsmaßnahmen koordiniert. Das Trio fand zunächst in Chemnitz Unterschlupf, später in Zwickau. In Chemnitz suchten seinerzeit auch sächsische Behörden nach den abgetauchten Neonazis. Köditz will unter anderem wissen, warum die Spur damals nicht ausermittelt wurde: „Andernfalls hätten vermutlich die Handschellen geklickt – und die NSU-Taten wären verhindert worden.“

Der Ausschuss untersucht mögliche Versäumnisse sächsischer Behörden im Umgang mit dem Terrortrio „Nationalsozialistischer Untergrund“ und seinem Umfeld. Die Gruppierung wird unter anderem für neun Morde an Menschen mit ausländischen Wurzeln und den gewaltsamen Tod einer Polizistin verantwortlich gemacht.

dpa

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