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Mitteldeutschland Auf dem Weg zum Welterbe: Einzelne Denkmäler müssen eine Einheit werden
Region Mitteldeutschland Auf dem Weg zum Welterbe: Einzelne Denkmäler müssen eine Einheit werden
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11:27 11.07.2016
Der Fichtelberg Quelle: dpa
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Annaberg-Buchholz

Die Montanregion Erzgebirge strebt einen Platz auf der Liste des Unesco-Weltberes an. Dafür muss sich die Region stärker als zusammenhängende Kulturlandschaft präsentieren. Im ersten Antrag, der im April überraschend zurückgezogen worden war, waren allein auf deutscher Seite 78 Kulturdenkmäler aufgelistet. „Diese Zahl wollen wir in der aktuellen Überarbeitung komprimieren und die Region noch mehr zu einer Einheit formen“, sagte Matthias Lißke von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, die sich federführend um die gemeinsame Bewerbung mit Tschechien kümmert.

Damit folge man den Hinweisen des Internationalen Rates für Denkmalpflege (Icomos), der offiziell die Empfehlungen für die Unesco ausspricht. Die Experten hatten im Frühjahr davon abgeraten, den Antrag in seiner bisherigen Form einzureichen. Alle Partner seien sich aber aufgrund der guten Aussichten einig, weiter für den Welterbe-Titel kämpfen zu wollen, sagte Matthias Lißke der Deutschen Presse-Agentur. „Die Welterbe-Würdigkeit ist bestätigt.“ So hätten sich erst im Juni zwei Icomos-Gutachter bei einem Vor-Ort-Termin „beeindruckt“ gezeigt.

Während auf tschechischer Seite bereits zusammenhängende Bergbau-Landschaften vorhanden seien, stelle sich die deutsche Seite nach Meinung von Icomos zu kleinteilig dar. „Der Landschaftscharakter ist für den Welterbe-Titel aber ein entscheidendes Kriterium“, erläuterte Matthias Lißke.

Bis Jahresende solle der Antrag überarbeitet werden, um ihn spätestens zum 1. Februar 2017 erneut beim Unesco-Welterbezentrum in Paris vorzulegen. Eine Entscheidung könnte demnach im Sommer 2018 fallen.

Die Region bemüht sich den Angaben zufolge seit 1998 mit seiner jahrhundertelangen Bergbaugeschichte um den Welterbe-Titel. Insgesamt 34 Städte und Gemeinden, drei Landkreise sowie mehrere Partner auf tschechischer Seite beteiligen sich an dem grenzüberschreitenden Projekt. Unter dem Slogan „Glück Auf, Welterbe!“ will die Region im laufenden Jahr um Gäste werben, unter anderem mit einer eigenen App. Erstmalig war der Antrag im vergangenen Jahr eingereicht worden. 

dpa

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