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Mitteldeutschland Ministerin Köpping will mehr Jobs für Flüchtlinge
Region Mitteldeutschland Ministerin Köpping will mehr Jobs für Flüchtlinge
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17:24 24.10.2017
Integrationsministerin Petra Köpping Quelle: Andre Kempner
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Dresden

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) verlangt mehr Jobs für Flüchtlinge. Deren Integration auf dem Arbeitsmarkt gehöre zu den dringendsten Aufgaben, erklärte sie am Dienstag in Dresden: „Viele von ihnen haben jetzt die Sprachkurse absolviert und und möchten nun auch einen Beruf ergreifen.“ Sie sei überzeugt davon, dass jede Investition in Integration gleichzeitig eine in Sicherheit und Zusammenhalt in der Gesellschaft ist.

Köpping verwies darauf, dass grundsätzlich der Bund für den Zugang zum Arbeitsmarkt zuständig sei. Das sei eine der Fragen, die bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin gelöst werden müssen: „Dort muss es eine klare Regelung geben“, sagte die Ministerin. Wenn man heute mit einem Geflüchteten auf Arbeitssuche gehe, sei jeder Fall ein Einzelfall. Bei jedem gelte etwas anderes, da blicke keiner mehr durch.

Sachsen nutze aber eigene Spielräume und habe „Arbeitsmarktmentoren“ geschaffen. Sie sollen eine Mittlerrolle zwischen Flüchtlingen und Firmen einnehmen. „Das Schwierigste im Moment ist: Wie kommt jemand mit einer gewissen Qualifaktion an denjenigen, der jemanden sucht.“ Kleinere Firmen hätten meist Aufklärungsbedarf, beispielsweise was das kulturelle Umfeld der Flüchtlinge oder ihre Religion betreffe. Auch dafür seien die Mentoren zuständig.

Köpping legte am Dienstag einen „Kennzahlenbericht Integration“ vor. Demnach kamen von Januar bis September monatlich im Schnitt 300 bis 400 Flüchtlinge nach Sachsen. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 waren es mitunter mehr als 1000 am Tag. Insgesamt rechnet der Freistaat in diesem Jahr mit etwa 8000 neuen Asylsuchenden, momentan seien die Zahlen wieder etwas steigend, hieß es. 2015 waren knapp 70 000 Asylsuchende nach Sachsen gekommen.

Nach Angaben von Köpping hat der Freistaat für Maßnahmen zur Integration seit 2014 rund 120 Millionen Jahr ausgegeben, allein 50 Millionen Euro im vergangenen Jahr. „Viele Investitionen sind getätigt, weitere sind nötig“, sagte die Ministerin.

dpa

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