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Merkel bei Auftritt in Annaberg-Buchholz massiv beschimpft

Pegida und AfD-Anhänger Merkel bei Auftritt in Annaberg-Buchholz massiv beschimpft

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Donnerstag bei einem Wahlkampfauftritt in Annaberg-Buchholz massiv beschimpft worden. Mehr als 100 Menschen aus dem Dunstkreis der asyl- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung und Anhänger der AfD empfingen die Kanzlerin mit einem Trillerpfeifen-Konzert und riefen „Haut ab, Haut ab!“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Donnerstag bei einem Wahlkampfauftritt in Annaberg-Buchholz massiv beschimpft worden.

Quelle: dpa

Annaberg-Buchholz. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bei Wahlkampfauftritten in Sachsen und Thüringen massiv beschimpft worden. Mit Trillerpfeifen und „Hau ab“-Rufen störten Pegida- und AfD-Anhänger am Donnerstag ihren Auftritt in der Erzgebirgsstadt Annaberg-Buchholz. Rund 150 Demonstranten fanden sich auf dem Marktplatz ein, um der Kanzlerin einen ohrenbetäubenden Empfang zu bereiten. Auch ein Auftritt Merkels in Thüringen wurde von heftigen Beschimpfungen begleitet.

In Annaberg stand auf Plakaten „Volksverräter“, „Nicht meine Kanzlerin“ oder „Merkels DDR 2.0“ zu lesen. Die Polizei erteilte mehrere Platzverweise. Insgesamt seien neun Straftaten registriert worden: zweimal das Zeigen des Hitlergrußes, drei Beleidigungen, drei Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie einmal Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, teilte die Polizei mit.

Bei ihrem Wahlkampfauftritt in Annaberg-Buchholz ist Kanzlerin Angela Merkel beschimpft und ausgepfiffen worden.

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Merkel wurde von einem starken Aufgebot an Sicherheitskräften geschützt. Vor mehreren hundert, teils geladenen Zuhörern ging sie schon zu Beginn der Veranstaltung auf wütende Demonstranten ein: „Manche können nur schreien, manche wollen etwas bewegen, andere rufen nur“, sagte sie.

Angesichts der fremdenfeindlichen Pegida-Anhänger verteidigte die Kanzlerin die Flüchtlingspolitik ihrer Regierung: „Wir haben gezeigt, dass wir bereit sind, Menschen zu helfen, die in Not sind. Das war ein gutes Stück Deutschland in einer humanitären Notlage.“

Ein Jahr wie 2015 solle und dürfe sich aber nicht wiederholen, sagte Merkel. Es sei aber nicht Politik der Union, eine Gruppe gegen eine andere auszuspielen. „Wir unterscheiden nicht, sondern wir akzeptieren auch Unterschiede.“

dpa

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