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Mitteldeutschland Mehr männliche Erzieher in sächsischen Kitas
Region Mitteldeutschland Mehr männliche Erzieher in sächsischen Kitas
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12:30 17.02.2017
Arbeit in Kitas ist nicht mehr nur Frauensache. Quelle: dpa
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Dresden

In Sachsens Kitas gibt es immer mehr männliche Erzieher. Derzeit arbeiten 2174 Männer in den Einrichtungen - deren Anteil stieg damit von 1,5 auf 6,8 Prozent, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte. Mittlerweile werden zudem 140 Kitas von einem Mann geleitet (5,5 Prozent); 2008 waren es erst 28 Männer.

Den Angaben zufolge stieg auch die Zahl der Tagesväter in den vergangenen Jahren: Betreuten 2006 noch 14 Tagesväter unter Dreijährige, waren es im Vorjahr bereits 110. Das Ministerium sieht Sachsen auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. „Wir müssen den Männeranteil weiter erhöhen, denn Kinder brauchen männliche und weibliche Bezugspersonen“, sagte Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU).

Dass die Arbeit in Kitas nicht mehr nur Frauensache ist, zeigt auch das Interesse an der Ausbildung. Im aktuellen Schuljahr lassen sich mehr als 1000 Männer zum Erzieher ausbilden, vor zehn Jahren waren es gerade einmal gut 150. „Die Voraussetzungen sind gut, um noch mehr Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen“, meinte Kurth. Aufgrund der steigenden Geburtenzahl seien zahlreiche Erzieherstellen ausgeschrieben. Das verschaffe den Kitas Spielraum, mehr männliche Fachkräfte ins Team zu nehmen.

dpa

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