Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Mehr als 8000 sächsischen Haushalten wurde Strom abgedreht
Region Mitteldeutschland Mehr als 8000 sächsischen Haushalten wurde Strom abgedreht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:52 09.02.2018
Mehr als 8000 Haushalten in Sachsen ist im Vorjahr der Strom abgedreht worden. Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

Mehr als 8000 Haushalten in Sachsen ist im Vorjahr der Strom abgedreht worden. Während ihre Zahl in Dresden und Leipzig etwa auf dem Niveau des Vorjahres blieb, ist in Chemnitz ein leichter Anstieg zu verzeichnen, wie die Linken im Landtag am Freitag mitteilten. Ihre Sozialpolitikerin Susanne Schaper hatte dazu im Parlament eine Kleine Anfrage gestellt. Die meisten Abschaltungen gab es in Leipzig (4373 Fälle). Im Schnitt sitzen die Betroffenen vier Tage lang im Dunkeln. Zu den Strom-Zahlungsrückständen von mindestens 100 Euro kämen dann Kosten für die Sperrung und den späteren Wiederanschluss. In der Regel wird bei einem Zahlungsrückstand von 100 Euro der Strom gesperrt.

„Menschen riskieren eine Stromabschaltung nicht freiwillig. Oft führen Sanktionsmaßnahmen oder der viel zu niedrige Hartz-IV- Regelsatz zur Zahlungsunfähigkeit“, erklärte Schaper. Sachsens CDU-geführte Regierung betone gern, wie wichtig Versorgungssicherheit im Energiebereich sei. „Die vielen Sächsinnen und Sachsen, die zu Hause wegen der Energiesperren in der Steinzeit festsitzen, werden diese Worte nicht wärmen.“ Die Landesregierung müsse auf Bundesebene dafür streiten, dass die Regelsätze endlich realistisch werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach der Einigung von Union und SPD auf Bundesebene gibt es weiter Kritik an der Berücksichtigung des Ostens. Martin Dulig, der SPD-Chef im Freistaat ist, fordert, dass ein Ostdeutscher im neuen Bundeskabinett platziert werden müsse. „Ich erwarte, dass es einen Ost-Minister gibt“, sagte er. Das sei eine an die eigene Partei gerichtete Forderung.

09.02.2018

In Sachsen sind mindestens 78 Rechtsextremisten und 68 sogenannte Reichsbürger legal im Besitz einer Waffe. Damit besitzen im Freistaat rund fünf Prozent der Reichsbürger einen Waffenschein, wie die Linksfraktion im Sächsischen Landtag unter Berufung auf eine Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte.

09.02.2018

Das Handwerk boomt. Die Sorge um Fachkräfte und Nachwuchsmangel belastet aber die Branche. Prall gefüllte Auftragsbücher sorgen zwar für Planungssicherheit in den Betrieben. Der kleine Privatkunde muss dadurch aber lange warten, bis der Fliesenleger kommt.

01.03.2018
Anzeige