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Mitteldeutschland Mehr als 170 Anträge auf Dürrehilfen in Sachsen
Region Mitteldeutschland Mehr als 170 Anträge auf Dürrehilfen in Sachsen
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13:12 30.11.2018
Eine vertrocknete Zuckerrübe liegt auf einem Feld (Symbolbild). Quelle: Martin Gerten/dpa
Dresden

In Sachsen haben bisher 174 Landwirte wegen der Dürre in diesem Sommer Anträge auf staatliche Unterstützung gestellt. Es gehe um Leistungen in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro, teilte das Umweltministerium auf Anfrage mit. Den Angaben zufolge sind 24 Anträge mit einer Summe von knapp 1,6 Millionen Euro bereits bearbeitet, bewilligt und zum Teil auch schon ausgezahlt. Es sei noch kein Antrag bisher (Stand 23. November 2018) endgültig abgelehnt worden, hieß es im Ministerium.

Die Hilfen richten sich ausschließlich an kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro. Es gibt in Sachsen insgesamt rund 6000 Landwirtschaftsbetriebe.

Auf Hilfszahlungen hatten sich der Bund und die Länder als Reaktion auf den extrem trockenen Sommer geeinigt, der für viele Landwirte existenzbedrohend und mit großen Ernteeinbußen verbunden war. Eigentlich sollte die Frist für die Landwirte in Sachsen bereits am 16. November ablaufen. Nun hat der Freistaat sie bis zum 10. Dezember verlängert - und zugleich die Dürrehilfen ausgeweitet.

Die bisher vorgeschriebene Verrechnung der Schäden im Ackerbau mit den Erlösen aus der Tierhaltung werde entfallen, weil dadurch Viehhalter benachteiligt wurden, erklärte ein Ministeriumssprecher. Bereits vorliegende Anträge werden nach den neuen Richtlinien überprüft, der Schaden wird neu berechnet.

Nach Angaben der Behörde können jene landwirtschaftlichen Betriebe Hilfe erhalten, bei denen die Jahreserzeugung aus der Bodenproduktion mindestens 30 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre liegt und die in ihrer Existenz gefährdet sind. Als Kriterium dafür gelten die Liquidität des Unternehmens sowie Einkünfte und Vermögen der Betriebsinhaber oder Gesellschafter.

Deutschlandweit haben bisher mehrere tausend Bauern Dürrehilfen beantragt oder sich dafür registriert. Das hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf vorläufige Zahlen aus sieben Bundesländern berichtet. Demnach meldeten allein in Niedersachsen bislang 1700 Landwirte Hilfe an, in Sachsen-Anhalt waren es bislang 756 Anträge.

dpa

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