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Mehr Umsatz, mehr Besucher und trotzdem kein Grund zum Jubeln

Schlösserland Sachsen Mehr Umsatz, mehr Besucher und trotzdem kein Grund zum Jubeln

„Wir hatten ein gutes, vielleicht sogar sehr gutes Jahr“, findet Christian Striefler, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens. Denn im Gegensatz zu einigen anderen Einrichtungen und Institutionen in Dresden seien beim Schlösserland 2016 Umsatz und Besucherzahlen gestiegen.

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Schloss Moritzburg gehörte zu den Besuchermagneten.

Quelle: dpa

Dresden. „Wir hatten ein gutes, vielleicht sogar sehr gutes Jahr“, findet Christian Striefler, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens. Denn im Gegensatz zu einigen anderen Einrichtungen und Institutionen in Dresden seien beim Schlösserland 2016 Umsatz und Besucherzahlen gestiegen. Konkret weist das Betriebsergebnis einen Umsatz von 9,1 Millionen Euro aus, das ist ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber 2016. Zudem kamen mit 1,98 Millionen Gästen etwa 40 000 Gäste mehr als 2015 – was einem Plus von zwei Prozent entspricht.

Doch jubeln können nicht alle. Während der Große Garten, Schloss und Park Pillnitz, der Stallhof mit Brühlscher Terrasse und Festung in Dresden, Schloss Moritzburg, Klosterpark Altzella, Burg Mildenstein und Burg Kriebstein bei der Besucherzahl zum Teil kräftig zulegten, gab es bei allen anderen ein Minus. Am gravierendsten ist der Einbruch der Besucherzahl in der Albrechtsburg Meißen (minus 20 Prozent), der Burg Stolpen (minus 8,5 Prozent), dem Schloss Weesenstein (9 Prozent minus) und im Barockschloss Rammenau (minus 7,5 Prozent). Für diesen Rückgang vor allem in der Albrechtsburg Meißen hatte Striefler selbst keine Erklärung. „Wir hoffen, dass wir 2017 was entgegensetzen können“, sagt er und verweist auf die am 12. Mai beginnende Ausstellung „Ein Schatz nicht von Gold – Benno von Meißen, Sachsens erster Heiliger“.

Klar ist, dass das Schlösserland Sachsen rührig sein muss, um Besucher anzulocken. In Pillnitz zum Beispiel ist das im vergangenen Jahr mit dem Themenjahr und den damit verbundenen Veranstaltungen und Anziehungspunkten in Form einer Sonderausstellung und Schaupflanzungen im Park gelungen.

Zudem sind dort die Schau „Ein Förster, drei Prinzen, 43 Kisten“ über die Kostbarkeiten des sensationellen Schatzfundes von 1996/98 in den Wäldern rund um Moritzburg, die Wiedereröffnung von drei Zimmern mit historischen Ledertapeten und die Sonderschau „Fabelhafte Wesen“ auf großes Interesse gestoßen. Im Großen Garten war vor allem die Blumenschau „Frühling im Palais“ ein Anziehungspunkt.

In diesem Jahr lockt das Schlösserland mit einem großen Frühlingsfest zur Saisoneröffnung am 9. April in das Palais im Großen Garten. Im Schloss & Park Pillnitz gibt es eine Sonderausstellung, die sich Luise von Toscana widmet – „der Prinzessin Diana Sachsens“. In den Zwinger kehren am 19. Mai die Orangenbäumchen zurück. Während im Park Pillnitz und in Großsedlitz die Eintrittspreise um einen Euro steigen, gebe es aber keine Pläne, für den Zwinger Eintrittsgeld zu erheben, so der Schlösserland-Chef auf Nachfrage.

2017 steht der Abschluss mehrerer Baumaßnahmen an, so am Wallpavillon im Dresdner Zwinger, im Barockgarten Großsedlitz, am Herrenhaus der Burg Mildenstein, am Terrassenhaus und Schleinitzhaus von Schloss Colditz sowie an der Terrassenanlage des Schlosses Moritzburg. Im Barockschloss Rammenau wird die Restaurierung von Vogel- sowie Kornblumenzimmer abgeschlossen, an der Albrechtsburg Meißen die Fassadensanierung an der Talseite.

Aber Geld fließt auch ins Grün. Denn jahrelang wurde nicht genug in die Pflege des Baumbestandes investiert. Das gilt es nachzuholen. 2016 seien 700 000 Euro in Pflegemaßnahmen geflossen. Striefler rechnet damit, dass der Schlösserbetrieb auch noch in den kommenden zwei Jahren viel Geld in die Hand nehmen muss.

Von Catrin Steinbach

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