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Mitteldeutschland Mehr Rauschgift und Schwarzarbeit
Region Mitteldeutschland Mehr Rauschgift und Schwarzarbeit
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11:08 15.04.2016
Quelle: Zollfahndungsamt Dresden
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Dresden

Das für große Teile Sachsens zuständige Dresdner Hauptzollamt hat 2015 fast 250 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt - 20 Kilogramm mehr als im Vorjahr. Der Löwenanteil von 190 Kilogramm befand sich in Luftfracht und wurde am Flughafen Leipzig aus dem Verkehr gezogen, teilte das Amt am Freitag mit. Die Beamten der mobilen Kontrolleinheiten stellten 56 Kilogramm sicher (2014: 15), darunter 3,2 Kilogramm Crystal. An Steuern und Abgaben nahm das Hauptzollamt im Vorjahr mehr als 1,1 Milliarden Euro ein. Im Jahr zuvor waren es rund eine Milliarde Euro.

Bei Schwarzarbeit wurde eine Schadenssumme von gut 28,7 Millionen Euro ermittelt (2014: 19,8). „Dabei entstanden die häufigsten Schäden durch nicht gezahlte Steuern und Sozialversicherungsabgaben, durch erschlichene Sozialleistungen sowie durch die Nichteinhaltung von Mindestlohnvorschriften“, hieß es. Bei den Kontrollen wurden mehr als 12 000 Arbeitnehmer und über 1200 Arbeitgeber befragt.

Auch in puncto Artenschutz wurden die Beamten fündig. 173 geschützte Tiere und Pflanzen sowie daraus hergestellte Produkte wurden entdeckt. Dabei handelte es sich vorwiegend um Waren aus Elfenbein, Gebrauchsgegenstände und Modeartikel aus Reptilienleder, um Pelze, Muscheln und Korallen.

Beim gewerblichen Rechtsschutz wie dem Markenschutz verringerte sich die Zahl der Fälle. 2015 gab es knapp 3000 davon, im Jahr zuvor waren es noch 5289. Insgesamt wurden rund 300 000 Stück gefälschter Waren beschlagnahmt, darunter Mobiltelefone, Uhren, Lautsprecher und Kopfhörer, Parfüm und Kosmetika.

Fast 3000 Straf- und Bußgeldverfahren wurden 2015 im Zusammenhang mit Zollvergehen abgeschlossen und 2500 neue eröffnet. Wegen Steuerhinterziehung, Bannbruchs (Ein- und Ausfuhr verbotener Gegenstände) und Steuerhehlerei sprachen Gerichte nach den Angaben Geldstrafen von insgesamt 257 000 Euro aus (2013: 277 000). Außerdem verhängten sie Freiheitsstrafen von zusammengerechnet 330 Jahren (2014: 308).

dpa

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