Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Mehr Güterumschlag in Oberelbe-Binnenhäfen trotz widriger Bedingungen
Region Mitteldeutschland Mehr Güterumschlag in Oberelbe-Binnenhäfen trotz widriger Bedingungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:34 25.01.2018
Mit einem Plus von 13 Prozent gegenüber 2016 erzielte der Hafen Riesa dabei ein Rekordergebnis. Quelle: Arno Burgi/dpa
Dresden

Mehr Umsatz, mehr Umschlag: Die Oberelbe-Binnenhäfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien verzeichnen auch für das vergangene Jahr einen Geschäftszuwachs trotz Niedrigwassers. Mit einem Umsatzvolumen von rund 21,1 Millionen Euro verbuchten sie ihr wirtschaftlich bisher bestes Jahr. „Es ist besser gelaufen als gedacht“, sagte der Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO), Heiko Loroff, am Mittwoch im Hafen Riesa. Die Steigerung beträgt gut fünf Prozent gegenüber 2016. Dafür verantwortlich sind vor allem der Container- und Schwergutbereich.

Mit 2,66 Millionen Tonnen konnte auch der Güterumschlag in Torgau, Dresden, Riesa, Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) und Mühlberg (Brandenburg) sowie Decin und Lovosice (Tschechien) leicht um ein Prozent gesteigert werden. Mit einem Plus von 13 Prozent erzielte dabei Riesa ein Rekordergebnis und profitierte laut Loroff vor allem von logistischen Angeboten für Unternehmen und Kunden im Containerservice - von der Reinigung und Reparatur bis zu Spezialeinbauten.

Die Hafengruppe entwickele sich immer mehr zum Knotenpunkt für logistische Dienstleistungen - zu Wasser, auf Straße und Schiene, erklärte der Geschäftsführer. Auch Dresden, Roßlau und Lovosice seien als Dienstleistungsstandorte etabliert, Dresden konnte zum Zentrum für Schwergutumschlag in der Region ausgebaut werden. Für 2017 stehen 118 Großverladungen mit einem Gesamtgewicht von 10 500 Tonnen zu Buche - dem Doppelten der Vorjahresmenge, wie Loroff erklärte.

Während der Güterumschlag per Eisenbahn um zwölf Prozent auf fast 836 400 Tonnen stieg, ging er per Schiff um 17 Prozent auf knapp 195 000 zurück, bedingt durch Niedrigwasser. Das Konzept der Trimodalität aus Schiene, Straße und Fluss zahlt sich aus, um Güter ans Ziel zu bringen, wie Loroff sagte. Mit rund 1,6 Millionen Tonnen erfolgte die Hälfte des Güterumschlags per Lkw und nur sieben Prozent per Schiff. Rund 8,5 Millionen Euro investierte die SBO in die Infrastruktur.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die knappe Entscheidung des SPD-Bundesparteitages für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU sorgt auch in Sachsen für heftige Reaktionen. Es mehren sich zudem die Stimmen, die noch inhaltliche Nachbesserungen anmahnen.

24.01.2018

Linksautonome fahnden mit Plakaten nach Polizisten, die beim G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg im Einsatz waren. Auch das Leipziger Abgeordnetenbüro Linxxnet beteiligt sich daran. Der Staatsschutz ermittelt.

24.01.2018
Mitteldeutschland Ein Puzzleteil für die verschollene Familiengeschichte - Restitution der wiederentdeckten „Hertie“-Bibliothek

Die Nazis enteigneten und vertrieben Edith und Georg Tietz. In ihrer lange verschollenen Büchersammlung blättert nun die Enkelin. Ans Licht brachte den kostbaren Fund der jüdischen Kaufhaus-Dynastie „Hertie“ ein NS-Raubgutprojekt.

24.01.2018