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Mehr Eichenprozessionsspinner in Sachsen

Klimawandel als Ursache Mehr Eichenprozessionsspinner in Sachsen

Der Eichenprozessionsspinner wird sich nach Einschätzung des Staatsbetriebs Sachsenforst künftig in Sachsens Wäldern weiter ausbreiten. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners schaden Bäumen mit ihrem Appetit auf Blätter. Und sie können auch Menschen gefährlich werden.

Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang.

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Dresden. Der Eichenprozessionsspinner wird sich nach Einschätzung des Staatsbetriebs Sachsenforst künftig in Sachsens Wäldern weiter ausbreiten. Das habe mit dem Klimawandel zu tun, sagte ein Sprecher. Der Falter bevorzuge eine trocken-warme Witterung. Durch Dürre geschwächte Bäume seien zudem anfälliger für den Schädling. Die Raupen des Falters können mit ihren Brennhaaren Menschen gefährlich werden.

Vermutlich werde der Eichenprozessionsspinner künftig neue Gebiete erobern und sich auch dort vermehren, wo er ohnehin schon heimisch sei, teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst mit. Noch sei der Falter in Sachsen aber recht selten.

Ein Nest mit Eichen-Prozessionsspinnern

Ein Nest mit Eichen-Prozessionsspinnern

Quelle: Bodo Marks/dpa

Im vergangenen Jahr fanden Mitarbeiter des Staatsbetriebs an rund 20 Orten in Nordsachsen Gespinste oder Raupen. Auch im Kreis Dresden wurden sie fündig. In den Gespinsten - von älteren Raupen als eine Art Nest gebaut - befinden sich besonders viele der Brennhärchen. Diese können auf der Haut, in den Augen und in den Atemwegen gefährliche, allergieähnliche Symptome auslösen.

Ausgewachsene Falter gingen Sachsenforst-Mitarbeitern ebenfalls in Nordsachen und bei Dresden in die Falle. Daneben wurden auch im Kreis Bautzen einige der Tiere gesichtet. Mittels Pheromonfallen werden die Falter gezielt gefangen, um deren Bestand zu überwachen.

In anderen Bundesländern sorgt der Eichenprozessionsspinner bereits für größere Probleme. Seit 2002 breitet sich der Schädling in Brandenburg aus. Hier und in Sachsen-Anhalt geht man aus der Luft mit Pflanzenschutzmitteln gegen ihn vor.

Bekämpfen sollten den Eichenprozessionsspinner nur Fachleute, mahnte der Staatsbetrieb Sachsenforst. Dazu würden Raupen und Gespinste mit speziellen Geräten abgesaugt, die eine Ausbreitung der Brennhaare verhinderten. Auch Biozide könnten unter bestimmten Bedingungen zum Einsatz kommen.

dpa

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