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Mitteldeutschland MDR sorgt mit "Neger"-Tweet für Empörung - Sendung abgesagt
Region Mitteldeutschland MDR sorgt mit "Neger"-Tweet für Empörung - Sendung abgesagt
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17:39 17.04.2018
Der MDR-Tweet ging daneben. Quelle: Archiv
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Dresden

Dieser Tweet ging daneben: Eigentlich wollte der MDR Sachsen am Dienstag lediglich auf eine Radiosendung am Abend hinweisen und nutzte dafür - in Zeiten der digitalen Welt - den Nachrichtendienst Twitter. Über politische Korrektheit sollten ab 20 Uhr nämlich die frühere AfD-Chefin Frauke Petry, die sächsische Linke-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz, Moderator Peter Hahne und der Leipziger Politikwissenschaftler Robert Feustel diskutieren. Doch die Einstiegsfrage "Darf man heute noch 'Neger' sagen?" sorgte für verbale Watschen und Diskussionen.

Zahlreiche User machten ihren Unmut über diese Äußerung Luft und warfen dem Sender Rassismus und Taktlosigkeit vor. Der MDR reagierte: "Wir entschuldigen uns für die rhetorisch gemeinte Einstiegsfrage unseres Tweets. Wir haben mit der Überspitzung die Gefühle vieler verletzt." Die Sendung „Dienstags direkt“ thematisiere moralische Normen und Tabus in der Sprache und deren Verletzung.

Zwei Teilnehmer der abendlichen Diskussion zogen postwendend ihre Konsequenzen aus dem Vorfall. Kerstin Köditz verkündete via Twitter, dass sie und Robert Feustel nicht an der Sendung teilnehmen werden. Ebenfalls über Twitter meldete sich auch Frauke Petry zu Wort: "Wenn ein Diskussionsangebot bei entsprechenden Kreisen organisierte Empörung produziert, ist die Diskussion überfällig."

Wenige Stunden vor Sendungsbeginn flog der Diskussionsabend dann gänzlich aus dem Programm.

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