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Linke sieht Risiko für medizinische Versorgung in der Provinz

Gesundheit Linke sieht Risiko für medizinische Versorgung in der Provinz

Die Linke sieht ein Risiko für die medizinische Versorgung auf dem Lande und die rückläufige Zahl von Krankenhäusern als einen Grund. Sie lag 2016 bei 78 und erreichte damit einen Tiefpunkt; 1991 gab es noch 112 Krankenhäuser.

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Die Linke sieht ein Risiko für die medizinische Versorgung auf dem Lande und die rückläufige Zahl von Krankenhäusern als einen Grund.

Quelle: dpa

Dresden. Die Linke sieht ein Risiko für die medizinische Versorgung auf dem Lande und die rückläufige Zahl von Krankenhäusern als einen Grund. Sie lag 2016 bei 78 und erreichte damit einen Tiefpunkt; 1991 gab es noch 112 Krankenhäuser. „Gerade im Notfall können lange Wege Leben gefährden“, sagte die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann am Donnerstag in Zwickau. Sie räumte aber ein, dass sich die Qualität der Versorgung nicht nur an der Zahl der Krankenhäuser messen lasse.

Laut Zimmermann ist der Negativtrend bei den Entbindungsstationen besonders dramatisch: Allein von 2001 bis 2016 ging die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungen von 54 auf 39 zurück. Zugleich stieg die Zahl der Entbindungen in Sachsen von 31 272 auf 36 764. Gewinner der Entwicklung sind private Kliniken. Von den allgemeinen Krankenhäusern waren 1991 nur vier in privater Hand, 2016 schon 27. Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Anzahl der allgemeinen öffentlichen Krankenhäuser von 79 auf 30.

Zimmermann hatte die Daten über die Gesundheitsberichterstattung des Bundes erfragt. „Für Patientinnen und Patienten ist die Privatisierung von Krankenhäusern eine schlechte Nachricht. Denn private Krankenhäuser stehen noch stärker als andere unter ökonomischem Wettbewerbsdruck: Sie müssen für ihre Eigentümer Gewinne erwirtschaften.“

dpa

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