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Mitteldeutschland Liga fordert Ausbau der Schuldnerberatung in Sachsen
Region Mitteldeutschland Liga fordert Ausbau der Schuldnerberatung in Sachsen
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13:11 16.06.2017
Symbolbild Quelle: dpa
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Dresden

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege hält eine Verdoppelung des Schuldnerberatungsangebots in Sachsen für nötig. Derzeit hätten im Freistaat nur rund acht Prozent der Betroffenen Zugang zu einer gemeinnützigen Beratung und damit die Chance auf Unterstützung und Hilfe, teilte der Liga-Vorsitzende, Sachsens Diakoniechef Christian Schönfeld, am Freitag in Dresden mit. „Die Situation überschuldeter Menschen in Sachsen ist besonders hart.“

Die Liga betreibt nach eigenen Angaben 68 Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen. „Diese haben im Jahr 2016 insgesamt 17 788 Fälle beraten - das können mehrere Personen und damit Haushalte sein - und hinzu kommen 15 651 Kurzberatungen.“ Bei einer Schuldnerquote von knapp zehn Prozent in Sachsen seien aber mehr als 400 000 Menschen betroffen, rechnete Schönfeld vor.

„Die Liga hält es daher für dringend geboten, die Schuldnerberatung endlich und gerade auch im ländlichen Raum so auszubauen, damit Menschen in dieser Notlage auch geholfen werden kann.“ Für Sachsen würde dies eine Verdopplung der Kapazität bedeuten.

Überschuldung sei eine Lebenskrise, „die zu Verzweiflung, Krankheit und sozialer Isolation führen kann und keinen Aufschub duldet“. Die Betroffenen befänden sich in einer finanziellen und persönlichen Notlage, „aus der sie sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien können“, meinte Schönfeld vor der am Montag beginnenden Aktionswoche Schuldnerberatung.

dpa

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