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Mitteldeutschland Leipziger Zoo muss Kleinhirsche wegen EU-Verordnung schlachten
Region Mitteldeutschland Leipziger Zoo muss Kleinhirsche wegen EU-Verordnung schlachten
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13:55 23.01.2017
Schock im Leipziger Zoo: wegen einer EU-Verordnung zur Erhaltung der einheimische Tier- und Pflanzenwelt müssen die chinesischen Kleinhirsche im zoologischen Garten getötet werden. Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Der Leipziger Zoo muss wegen einer EU-Verordnung seine chinesischen Kleinhirsche töten. Die Europäische Union hat Zucht und Weitergabe von 37 Tierarten untersagt, die sich außerhalb ihres Ursprungsraumes ausbreiten und dadurch eine Gefahr für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt darstellen. Darunter fallen auch die Muntjaks des Leipziger Zoos, wie dieser am Montag mitteilte.

Die vier noch im Zoo lebenden Muntjaks würden geschlachtet und an die Raubtiere verfüttert. Ein genauer Termin wurde nicht genannt. „Ich bedauere sehr, dass es keine andere Lösung gibt. Wir sind allerdings gezwungen, uns an geltendes Recht zu halten“, sagte Zoodirektor Jörg Junhold.

Da auch die Weitergabe untersagt ist, kann der Tierpark - anders als bislang geplant - die Tiere nicht abgeben. Junhold sagte, der Zoo werde sich mit deutschen und internationalen Verbänden für eine Ausnahmegenehmigung für Zoos von der EU-Verordnung einsetzen.

Chinesische Muntjaks haben eine Schulterhöhe von lediglich 50 Zentimetern. Im 19. Jahrhundert waren einige Exemplare von China nach England exportiert worden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden einige Tiere aus einem Park freigelassen. Sie verbreiteten sich schnell über weite Teile der britischen Insel. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ über die Kleinhirsche schrieb, schätzen Zoologen die Zahl der Muntjaks in Großbritannien auf inzwischen mindestens 52 000.

dpa

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