Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Leichte Entspannung bei rechten Straftaten - Niveau aber weiter hoch
Region Mitteldeutschland Leichte Entspannung bei rechten Straftaten - Niveau aber weiter hoch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:35 06.09.2017
Kerstin Köditz Quelle: Archiv
Anzeige
Dresden

Sachsen ist trotz leichter Entspannung bei rechtsextremistisch motivierten Straftaten aus Sicht der Linken nicht „über den Berg“. Nach Einschätzung der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz werde das hohe Niveau von über 2000 Fällen jährlich auch 2017 gehalten. Die 50-Jährige fragt monatlich Zahlen zu diesem Thema beim Innenministerium ab. Nach ihrer Einschätzung hat sich das hohe Niveau etabliert.

Laut Statistik wurden im ersten Halbjahr 972 Delikte mit rechtem Hintergrund bekannt - 5,4 Fälle pro Tag und damit weniger als im „Rekordjahr“ 2016 (6,8). Auf den ersten Blick sei das zwar eine leichte Entspannung, erklärte Köditz. Allerdings werde sich die Zahl durch Nachmeldungen und spätere Ermittlungsergebnisse noch deutlich erhöhen. „Es kann nicht von einer Trendwende ausgegangen werden.“

Den größten Anteil haben „Propagandadelikte“ (77,8 Prozent) wie Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung. Bei 34 Gewalttaten (vier Prozent) wurden 29 Menschen verletzt, meist Migranten. Dazu kommen fünf Brandstiftungen und vier Sprengstoffexplosionen, die teils als Anschläge gewertet wurden.

Köditz sieht den Landkreis Bautzen dabei als neuen „Hotspot“, die Lage im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge habe sich wieder beruhigt. Fast 15 Prozent der rechten Straftaten entfielen auf Dresden, mit 2,2 Prozent hatte Meissen den geringsten Anteil.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zwei Jahre nach dem Hoch des Flüchtlingszuzugs ist das Engagement der ehrenamtlichen Helfer in Sachsen ungebrochen. Zu diesem Schluss kommt eine Bedarfsanalyse, die Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) in Auftrag gegeben hatte und die am Mittwoch in Dresden vorgestellt wurde.

06.09.2017

Die Zahl der Masernerkrankungen in Sachsen hat den zweithöchsten Stand der vergangenen zehn Jahre erreicht. Mit bisher 68 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch in Dresden bisher doppelt so viele Fälle registriert wie 2016 insgesamt, aber weit weniger als im Rekordjahr 2015 mit 271.

06.09.2017

Der Ausbau des Radwegenetzes kommt aus Sicht der Grünen viel zu langsam voran. Verkehrsminister Dulig sagt, Radwege hätten einen hohen Stellenwert. Aber die Planungen seien komplex und aufwendig.

05.09.2017
Anzeige