Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Lebensmittelinspektion: Kartoffeln, Marmelade und Tee kommen nicht gut weg
Region Mitteldeutschland Lebensmittelinspektion: Kartoffeln, Marmelade und Tee kommen nicht gut weg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:15 26.08.2016
Mit 24,1 Prozent ähnlich hoch und damit deutlich höher als in den Vorjahren lagen auch die Verstöße bei Kartoffelerzeugnissen. Quelle: dpa
Anzeige
Dresden/Wernesgrün

Die Lebensmittelkontrolleure des Freistaats haben im vergangenen Jahr weniger Verstöße gegen geltende Vorschriften festgestellt. Lag die Quote 2014 noch bei 5,2 Prozent waren es im Vorjahr nur noch 3,8 Prozent, wie aus dem gestern in Wernesgrün vorgestellten Jahresbericht zur amtlichen Lebensmittel- und Futterüberwachung hervorgeht. Insgesamt haben die Kontrolleure der Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter von den 66 000 statistisch erfassten Unternehmen rund 37 800 Betriebe kontrolliert, hinzu kamen 77 000 Inspektionsbesuche. „Unsere Lebensmittel sind sicher“, sagte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch (CDU).

Allerdings gab es vor allem bei den Lebensmitteln einige, die mit Beanstandungen herausragten. Vor allem Kennzeichnungspflichten wurden verletzt bei Konfitüren, Marmeladen und Fruchtaufstrichen. Die Prüfer begründeten die 25,1 Prozent reklamierten Proben mit dem Innovationsdrang der Hersteller einerseits und mangelnder Sachkenntnis bei den Bestimmungen zur Kennzeichnung andererseits.

Mit 24,1 Prozent ähnlich hoch und damit deutlich höher als in den Vorjahren lagen auch die Verstöße bei Kartoffelerzeugnissen. Auch hier wurde vor allem mangelhaft gekennzeichnet – besonders was den Fettgehalt anging.

Die zum Test eingereichten Würzmittel fielen in 21,4 Prozent der Fälle durch – überwiegend waren auch sie irreführend gekennzeichnet.

Tees und teeähnliche Produkte wurden zu 31 Prozent reklamiert. Viele, weil ausländische Angaben nicht hinreichend übersetzt wurden, etliche aber auch, weil die „Rückstandshöchstgehalte von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen überschritten“ waren.

Besondere Aufmerksamkeit wurde in Sachsen dem Rooibostee zuteil, weil sich der Freistaat an einem bundesweiten Monitoringprogramm zur Datensammlung von Pyrrolizidinalkaloidgehalten (PA) in Tees beteiligt hat. Ergebnis: Von 34 geprüften Rooibosteeproben wurden 29 Proben (85 Prozent) aufgrund der festgestellten Gesamt-PA-Gehalte als nicht zum Verzehr geeignet beurteilt. PA sind Pflanzeninhaltsstoffe, die sich im Tierversuch teilweise als krebserregend erwiesen haben; vor allem aber wirken sie giftig (toxisch) auf die Leber.

Im Sommer besonders begehrt: Speiseeis. Hier checkten die Prüfer vor allem lose Waren und beanstandeten 21,7 Prozent der Proben. Immerhin: pathogene Keime wurden nicht gefunden.

Auch Futtermittel wurden untersucht: Insgesamt gab es laut Jahresbericht 1567 Kontrollbesuche, bei denen 974 Proben entnommen wurden. Mängel wurden in 50 Fällen registriert, zwölfmal war ein Bußgeldverfahren bzw. eine Verwarnung notwendig.

Barara Stock

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Verfassungsgerichtshof wird Ende Oktober darüber entscheiden, ob in Sachsen Rechte von Oppositionspolitikern im Landtag verletzt worden sind. Dazu wurden am Freitag in Leipzig zwei Klagen von Linken-Politikern verhandelt.

26.08.2016

Zwischen Januar und Ende Juni sind in Sachsen 113 schwere und acht tödliche Unfälle am Arbeitsplatz registriert worden. Das ist einer mehr als im ersten Halbjahr 2015. Am häufigsten passierten dabei Unfälle im Umgang mit Maschinen und Anlagen sowie durch Stürze, etwa von Baugerüsten oder Leitern.

26.08.2016

Das Wochenende in Sachsen bleibt hochsommerlich. Am Samstag und Sonntag seien Temperaturen zwischen 32 und 35 Celsius möglich. Vereinzelt könnten auch Gewitter aufziehen.

26.08.2016
Anzeige