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Mitteldeutschland Landtag wählt sächsische Mitglieder für Wahl des Bundespräsidenten
Region Mitteldeutschland Landtag wählt sächsische Mitglieder für Wahl des Bundespräsidenten
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14:31 13.12.2016
Der Sächsische Landtag hat die Vertreter des Freistaates für die Wahl des neuen Bundespräsidenten bestimmt. Quelle: dpa
Dresden

Der Sächsische Landtag hat die Vertreter des Freistaates für die Wahl des neuen Bundespräsidenten bestimmt. In die Bundesversammlung kann Sachsen 34 Mitglieder entsenden. Unter den am Dienstag gewählten Wahlleuten ist auch der Kölner Armutsforscher Christoph Butterwegge. Der parteilose Professor wurde von den Linken für die Wahl am 12. Februar 2017 nominiert. Als klarer Favorit für das höchste Staatsamt geht dort Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Kandidat der schwarz-roten Koalition ins Rennen. Die Freien Wähler haben den Richter Alexander Hold nominiert, die AfD bestimmte ihren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Albrecht Glaser. Amtsinhaber Joachim Gauck hatte auf eine zweite Amtszeit verzichtet.

Die sächsischen Mitglieder der 16. Bundesversammlung

Der Sächsische Landtag hat am Mittwoch die 34 Mitglieder des Freistaates für die 16. Bundesversammlung zur Wahl eines neuen Bundespräsidenten bestimmt. Die Wahl findet am 12. Februar 2017 statt. Für die Listen der Parteien gab es folgende Stimmenzahl (in Klammer die Zahl jeweiligen Sitze im Landtag):

CDU: 55 Stimmen (59)

Linke: 27 Stimmen (27)

SPD: 17 Stimmen (18)

AfD: 15 Stimmen (14)

Grüne: 8 Stimmen (8)

Es wurden 125 Stimmen abgegeben, drei waren ungültig. Der Landtag hat 126 Abgeordnete.

Folgende Personen sind gewählt:

auf Vorschlag der CDU-Fraktion: Stanislaw Tillich, Matthias Rößler, Andrea Dombois, Frank Kupfer, Kurt Biedenkopf, Georg Milbradt, Stefan Skora, Frank Vogel, Jörg Brückner, Reimund Neugebauer, Thomas Colditz, Georg-Ludwig von Breitenbuch, Jens Michel, Thomas Schmidt, Jan Löffler und Ines Springer

auf Vorschlag der Fraktion Die Linke: Christoph Butterwegge, Luise Neuhaus-Wartenberg, Simone Luedtke, Rico Gebhardt, Susanne Schaper, Horst Wehner und Kerstin Köditz

auf Vorschlag der SPD-Fraktion: Martin Dulig, Stefanie Kloß, Dirk Panter, Barbara Ludwig und Bahra Niazmand

auf Vorschlag der AfD-Fraktion: Frauke Petry, Jörg Urban, André Barth und Albrecht Glaser

auf Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Volkmar Zschocke und Ines Kummer

Zu den Vertretern Sachsens in der Bundesversammlung zählen unter anderen Ministerpräsident Stanislaw Tillich und seine beiden Vorgänger Georg Milbradt und Kurt Biedenkopf (alle CDU). Die Sängerin Stefanie Kloß, Frontfrau der Gruppe „Silbermond“, kommt auf dem Ticket der SPD zur Wahl. Auch die sächsischen Parteivorsitzenden von Linken, SPD und AfD - Rico Gebhardt, Martin Dulig und Frauke Petry - sind mit dabei.

Die Liste der AfD bekam eine Stimme mehr als die Partei im Landtag Mandate besitzt. Die Bundesversammlung besteht aus 630 Bundestagsabgeordneten und einer gleich hohen Anzahl von Mitgliedern, die von den Länderparlamenten bestimmt werden. Unter den Ländern erfolgt die Verteilung der Sitze im Verhältnis zur Bevölkerungsstärke.

dpa

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