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Landesregierung in Dresden schafft 655 neue Lehrerstellen

Landesregierung in Dresden schafft 655 neue Lehrerstellen

(DNN). Dass die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) mehr Geld im Kampf gegen den Lehrermangel erhält, steht seit Ende vergangener Woche fest, gestern nun wurden weitere Details bekannt.

Dresden

(DNN). Dass die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) mehr Geld im Kampf gegen den Lehrermangel erhält, steht seit Ende vergangener Woche fest, gestern nun wurden weitere Details bekannt. So sollen nach DNN-Informationen allein in diesem Jahr 22,5 Millionen Euro zusätzlich in den Bildungsbereich fließen. Insgesamt sieht das neue Bildungspaket 655 weitere Lehrerstellen vor, womit die schwarz-gelbe Staatsregierung den Unterrichtsausfall im kommenden Schuljahr 2012/13 in Grenzen halten will. Dabei handele es sich um Festanstellungen, die auch in den Folgejahren zu finanzieren seien, hieß es gestern in Dresden.

Teil des Pakets ist es nach DNN-Informationen ebenso, 230 Lehrerstellen aus der Ganztagsbetreuung für die Absicherung des Schulbetriebs zu nutzen. Rund 90 weitere Stellen will Kurth im Bereich der Qualitätsicherung aus EU-Mitteln akquirieren. Und nicht zuletzt sollen ausgebildete Lehrer, die auf Verwaltungsstellen sitzen, in die Schulen versetzt werden. Eben dieses erweiterte Bildungspaket hatte die Ministerin am vergangenen Freitag CDU-Bildungspolitikern in hochinterner Runde offeriert (DNN berichteten), in Kürze will sie es öffentlich präsentieren.

Hintergrund ist der akute Notstand an sächsischen Schulen. So fehlen nach neuestem Stand bereits im kommenden Schuljahr rund 600 Lehrer, weil exakt 918 Pädagogen in Ruhestand gehen. Bis 2020 werden es sogar 8000 sein. Die CDU/FDP-Koalitionsspitzen hatten erst im Dezember ein Bildungspaket über 200 Millionen beschlossen, womit bis 2015/16 insgesamt 2200 neue Lehrerstellen geschaffen werden sollen. Der frühere Kultusminister Roland Wöller (CDU) hatte sich im Ringen um zusätzliche Mittel nicht gegen Finanzminister Georg Unland (CDU) durchsetzen können und war deshalb zurückgetreten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.04.2012

Jürgen Kochinke

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