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Kretschmer wirbt für Beschäftigung behinderter Menschen

Neujahrsempfang in Dresden Kretschmer wirbt für Beschäftigung behinderter Menschen

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) setzt sich für die Beschäftigung behinderter Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt ein. Bei seinem Neujahrsempfang appellierte er am Mittwoch in der Dresdner Ballarena an Unternehmer, mehr Frauen und Männer mit Handicap einzustellen.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spricht am 17.01.2018 in der Ballsportarena in Dresden (Sachsen) auf dem Neujahrsempfang des sächsischen Ministerpräsidenten. Bei dem Empfang stehen Menschen mit Behinderungen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander im Mittelpunkt.

Quelle: Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) setzt sich für die Beschäftigung behinderter Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt ein. Bei seinem Neujahrsempfang appellierte er am Mittwoch in der Dresdner Ballarena an Unternehmer, mehr Frauen und Männer mit Handicap einzustellen: „Seien Sie bitte mutiger. Geben Sie mehr Menschen eine Chance. Es kann nichts Schöneres geben, als wenn wir alle miteinander - auch am Arbeitsplatz miteinander - arbeiten.“ Kretschmer verwies auf die Möglichkeiten einer gesetzlich verbrieften Lohnkostenförderung.

Laut Sozialministerium gab es 2015 in sächsischen Firmen mit mehr als 20 Jobs reichlich 42 200 schwerbehinderte Beschäftigte - 45 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Allerdings profitieren Betroffene nicht im gleichen Maße vom Aufschwung am allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Anteil arbeitsloser Behinderter an allen Arbeitslosen stieg im gleichen Zeitraum von 3,0 auf 6,2 Prozent. Sachsen unterstützt Arbeitgeber, die Behinderte ausbilden oder neu einstellen, mit 5000 Euro. Das erfolgt zusätzlich zu den Regelleistungen der Bundesagentur für Arbeit oder des Integrationsamtes.

Zugleich kündigte Kretschmer an, dass Sachsen bei allen Bemühungen um Inklusion am System der Förderschulen festhalten wird. Es sei wichtig, die Wahlfreiheit zu erhalten. Die Schüler sollten das bestmögliche Angebot bekommen. „Wenn es in der Regelschule ist, dann dort. Wenn es in der Förderschule ist, dann dort. Wir wollen diese Wahlfreiheit gerade bei diesem Thema gewährleisten.“

Zu dem Empfang unter dem Motto „ungehindert Miteinander!“ präsentierten sich Behindertenverbände, Netzwerke, Selbsthilfegruppen und Werkstätten. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Ensemble „Happy Drummers“ der Lebenshilfe Dresden. Linke-Politiker Horst Wehner, Vizepräsident des Landtages, zeigte mit seiner Tanzpartnerin zu Musik aus dem Ballett „Schwanensee“ einen Rollstuhltanz und erhielt dafür viel Beifall.

dpa

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