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Kretschmer für Schülerbesuche in KZ-Gedenkstätten

Nach Diskussion über Pflichtbesuche: Kretschmer für Schülerbesuche in KZ-Gedenkstätten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstützt die Forderung nach Besuchen älterer Schüler in KZ-Gedenkstätten. Es zeichne die Bundesrepublik aus, sich mit der eigenen Geschichte immer wieder auseinanderzusetzen und „dabei gerade auch die dunklen Zeiten nicht auszusparen“, sagte der CDU-Politiker.

Ministerpräsident Michael Kretschmer

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstützt die Forderung nach Besuchen älterer Schüler in KZ-Gedenkstätten. Es zeichne die Bundesrepublik aus, sich mit der eigenen Geschichte immer wieder auseinanderzusetzen und „dabei gerade auch die dunklen Zeiten nicht auszusparen“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Das macht uns glaubwürdig gegenüber Freunden und Partnern und stärkt uns im Inneren unserer Gesellschaft.“ Die Gräueltaten der Nationalsozialisten im Holocaust gehörten zur deutschen Geschichte. Deshalb seien Besuche in Gedenkstätten wichtig.

„Ihre Wirkung entfalten die Besuche aber nicht durch Zwang, sondern durch die offene Auseinandersetzung, die durch Interesse und Neugier geweckt wird.“ Er sei allen Lehrern und zivilgesellschaftlich Engagierten dankbar, die sich genau dafür einsetzten, sagte Kretschmer. Ähnlich hatte sich am Mittwoch bereits der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, im Deutschlandfunk geäußert.

Hintergrund sind Forderungen der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD), die in der „Bild am Sonntag“ Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten als Möglichkeit vorgeschlagen hatte, um Antisemitismus unter Schülern mit Migrationshintergrund und muslimischem Glaubens entgegenzuwirken. Auch Teilnehmer an Integrationskursen sollten die Konzentrationslager gezeigt werden.

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