Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Kretschmer bei Volkswagen: „E-Mobilität für Sachsen ein Gewinn“
Region Mitteldeutschland Kretschmer bei Volkswagen: „E-Mobilität für Sachsen ein Gewinn“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:30 22.01.2018
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) steht im Werk von Volkswagen Sachsen in Zwickau zwischen Karosserien. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
Zwickau

Antrittsbesuch bei Volkswagen: Rund zweieinhalb Stunden lang hat sich Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag durch das Zwickauer VW-Werk führen lassen. Bei seinem Antrittsbesuch in der vielleicht schon bald wichtigsten industriellen Produktionsstätte im Freistaat kam der CDU-Politiker mit der Unternehmensführung ebenso ins Gespräch wie mit Monteuren in der Karosseriefertigung. Kretschmer nannte Volkswagens Entscheidung, das Elektroauto I.D. ab Ende 2019 in Sachsen zu bauen, einen historischen Meilenstein für das Autoland Sachsen.

Im November hatte der Wolfsburger Autobauer angekündigt, den Standort Mosel zum europaweit größten Kompetenzzentrum für Elektrofahrzeuge umbauen zu wollen. Dafür sollen allein nach Zwickau rund eine Milliarde Euro an Investitionen fließen. Bislang laufen in Zwickau einem Unternehmenssprecher zufolge täglich 1350 neue Autos vom Band. Demnach ist das Werk derzeit mit 300 000 Fahrzeugen pro Jahr nach Wolfsburg der zweitgrößte VW-Produktionsstandort in Deutschland. Bis Zwickau zum reinen E-Mobilitäts-Werk wird, sollen Volkswagen zufolge weiterhin die Modelle Golf und Golf Variant gebaut werden. Die bisherige Passat-Produktion geht nach Emden.

Im Dezember hatte das Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Zwickau unterzeichnet. Ziel ist es, die Geburtsstadt von Audi und Trabant zu einem Zentrum moderner Mobilität zu entwickeln. Dafür benötige man auch die entsprechende Infrastruktur, betonte Siegfried Fiebig, Sprecher der Geschäftsführung von VW Sachsen beim Besuch des Ministerpräsidenten. So müsse eine schnellere Zugverbindung von und nach Leipzig her, um Besucher aus aller Welt empfangen zu können. Statt mit der S-Bahn bislang knapp 80 Minuten zu fahren, hoffe er auf einen direkten Anschluss ohne Zwischenhalt und einer Fahrzeit von einer halben Stunde.

Auf diese konkrete Forderung blieb Kretschmer eine Antwort schuldig. Die Verbesserung der Infrastruktur beispielsweise im Hinblick auf E-Ladesäulen liege aber im Aufgabenbereich des Freistaats, erklärte der Landeschef. Dann folgte ein erwartbares Bekenntnis: E-Mobilität sei für Sachsen ein Gewinn und treibe die gesamte Wirtschafts-, Bildungs- und Forschungslandschaft an. Der Freistaat entwickle sich vom Autoland zum E-Mobilitätsland.

Das Zwickauer VW-Werk gehört mit rund 7700 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern der Region Südwestsachsen. Hinzukommen rund 30 000 Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben sowie Dienstleistern.

Insgesamt will Volkswagen in die Entwicklung von E-Autos, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und Digitalisierung bis 2022 mehr als 34 Milliarden Euro investieren.

Von Claudia Drescher/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vier Tage nach Orkan „Friederike“ haben alle Kunden des Netzbetreibers Mitnetz in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg wieder Strom. Am Donnerstag war bei bis zu 140.000 Kunden der Strom ausgefallen, Sonnabend warteten immernoch etwa 750 Haushalte auf Wiederanschluss.

22.01.2018

Rund 210 Männer haben sich bereits an einem Massengentest auf der Insel Rügen nach einer Vergewaltigung einer Urlauberin aus der Nähe von Leipzig beteiligt. Die Proben sollen nun mit einer DNA-Datenbank abgeglichen werden.

22.01.2018

Am Rand einer antirassitschen Demonstration am Samstag in Wurzen hat die Polizei mehrere Personen vorübergehend festgesetzt, die den Protest erst verbal attackiert hatten und später mit Waffen auf der Straße patrouilliert sein sollen.