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Mitteldeutschland Krankenstand in Sachsen sinkt leicht - Problemfall Rückenschmerzen
Region Mitteldeutschland Krankenstand in Sachsen sinkt leicht - Problemfall Rückenschmerzen
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13:12 04.08.2017
Quelle: dpa
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Dresden

Der Krankenstand in Sachsen liegt trotz eines leichten Rückganges weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In den ersten sechs Monaten 2017 betrug er 5,1 Prozent, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 5,2 Prozent, teilte die DAK-Gesundheit am Freitag mit. Bundesweit lag die Quote im ersten Halbjahr dieses Jahres bei 4,3 Prozent. 59,2 Prozent der Berufstätigen in Sachsen wurden bislang nicht krankgeschrieben, vier von zehn (40,8 Prozent) jedoch mindestens einmal.

Rückenschmerzen und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen verursachten die meisten Fehltage. Aber auch Erkältungen und Verletzungen zwingen Berufstätige dazu, zum Arzt zu gehen. Mehr als jeder zweite Fehltag ging auf das Konto einer dieser drei Krankheitsarten. Bei Männern machen Rückenschmerzen einen größeren Anteil am Krankenstand aus als bei Frauen - die Anteile lagen bei 23,6 und 17,2 Prozent.

Der Bundesvergleich zeigt, dass Berufstätige in Ostdeutschland mit 5,5 Prozent öfter und länger krankgeschrieben waren als im Westen (4,2). In Sachsen fehlte ein DAK-Versicherter im ersten Halbjahr dieses Jahres im Schnitt 12,7 Tage (Bund: 12,6).

Über die Gründe für die Schere zwischen Ost und West gibt es nur Vermutungen. Experten machen unter anderem den höheren Anteil berufstätiger Frauen im Osten dafür verantwortlich. Zudem sind in den vergangenen Jahren vor allem junge und gesunde Menschen aus Ostdeutschland in den Westen abgewandert.

Ein weiterer Punkt ist statistischer Natur: Die Ostdeutschen geben ihre Krankenscheine sehr pünktlich ab und liefern damit mehr Daten. Bei der Berechnung werden nur Krankmeldungen erfasst, die eine Abwesenheitsdauer von drei Tagen überschreiten. In vielen Unternehmen müssen Krankmeldungen auch erst ab drei Tagen eingereicht werden. Wer sich also zwei Tage mit einer Erkältung zu Hause herumquält und am dritten Tag wieder arbeiten geht, wird gar nicht erfasst.

Für die Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 66 300 erwerbstätigen DAK-Versicherten aus, womit die Angaben für ganz Sachsen repräsentativ sind. Der Krankenstand gibt die krankheitsbedingten Ausfallzeiten an. Er informiert über den Umfang der Krankmeldungen durch Arbeitnehmer. In Deutschland gibt es im Krankheitsfall einen Anspruch auf Lohnfortzahlung in voller Höhe durch den Arbeitgeber. In der Regel sind das maximal sechs Wochen pro Jahr. Danach zahlen die Krankenkassen Krankengeld.

dpa

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