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Mitteldeutschland Krankenkasse: Sachsen hat niedrigste Quote an Kaiserschnitten
Region Mitteldeutschland Krankenkasse: Sachsen hat niedrigste Quote an Kaiserschnitten
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16:51 16.03.2017
Symbolfoto Quelle: Archiv
Dresden

In Sachsen gibt es nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) bundesweit den niedrigsten Wert an Kaiserschnitten. Während im Freistaat 2016 durchschnittlich nur 23 Prozent der Entbindungen operativ erfolgten, waren es deutschlandweit 31 Prozent, teilte die TK am Donnerstag in Dresden mit. Den Spitzenwert hält das Saarland mit 38 Prozent. Auch die anderen Ostländer liegen unter dem deutschen Durchschnitt: Berlin (26 Prozent), Thüringen (27), Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (28), Sachsen-Anhalt (29). Unter den 30 deutschen Kliniken mit den niedrigsten Kaiserschnitt-Raten befinden sind elf aus Sachsen.

Die TK hat jetzt begonnen, mit den sächsischen Geburtskliniken spezielle Vereinbarungen abzuschließen, die natürliche Geburten weiter fördern sollen. Die Krankenhäuser verpflichten sich dabei, Schwangere ausführlich über die natürliche Entbindung aufzuklären und so die Kaiserschnittrate möglichst gering zu halten: „Kaiserschnitt ist kein Bagatelleingriff“, erklärte Gunter Leichsenring, Oberarzt am DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein. Die Operation sei immer noch mit möglichen Komplikationen verbunden: „Jedes Kind sollte die Chance bekommen, normal auf die Welt zu kommen.“ In Fällen, in denen eine Operation unumgänglich ist, sei der Kaiserschnitt aber ein Segen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht nur bei 15 Prozent der Geburten die Indikation für einen Kaiserschnitt.

dpa

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