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Mitteldeutschland Köpping sieht wegen Antisemitismus unter Muslimen Handlungsbedarf
Region Mitteldeutschland Köpping sieht wegen Antisemitismus unter Muslimen Handlungsbedarf
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16:29 24.04.2018
Petra Köpping (SPD), Integrationsministerin von Sachsen Quelle: dpa
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Dresden

Sachsen will möglichen antisemitischen Haltungen bei muslimischen Zuwanderern durch verstärkte Aufklärung begegnen. „Ich halte das im Moment für notwendig“, sagte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden. Bereits in den vom Land organisierten Erstorientierungskursen als auch bei den folgenden Integrationskursen spiele das eine Rolle. Wenn man Handlungsbedarf sehe, müsse der Schwerpunkt darauf gelegt werden. Sie wolle das mit den Trägern der Kurse besprechen.

Antisemitische Vorfälle sorgen schon seit Wochen in Deutschland für Schlagzeilen. So wurde in Berlin eine Zweitklässlerin von älteren Schülern aus muslimischen Familien wegen ihrer jüdischen Religionszugehörigkeit beschimpft. Zuletzt sorgte ein Angriff im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg für Empörung. Dort wurde ein junger Israeli angegriffen, der eine Kippa trug - die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. Gegen den mutmaßlichen Täter, einen 19-jährigen Palästinenser aus Syrien, erging Haftbefehl.

Köpping informierte zudem über ein weiterentwickeltes Zuwanderungs- und Integrationskonzept des Landes. Es richtet sich auf Maßnahmen in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Gleichstellung von Frau und Mann oder Sprache. „Integration ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, sagte die Ministerin Integration koste Geld, keine Integration koste aber viel mehr. Auch in Sachsen ist die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden stark rückläufig. Sie sank von 69 915 (2015) Menschen, die neu ins Land kamen, auf 9183 (2017). Im ersten Quartal 2018 kamen 2351 Betroffene nach Sachsen.

dpa

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