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Köpping: Flüchtlinge sind nicht der Grund für Polarisierung im Land

Integrationsministerin Köpping: Flüchtlinge sind nicht der Grund für Polarisierung im Land

Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) sieht ein Bündel von Ursachen für die Zerrissenheit der deutschen Bevölkerung. „Flucht und Migration sind zwar Anlass, aber keineswegs der Grund für die starken Polarisierungen in unserer Gesellschaft, wie wir sie momentan erleben“, erklärte sie am Mittwoch in Dresden.

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Integrationsministerin Petra Köpping (SPD)

Quelle: DNN/Archiv

Dresden. Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) sieht ein Bündel von Ursachen für die Zerrissenheit der deutschen Bevölkerung. „Flucht und Migration sind zwar Anlass, aber keineswegs der Grund für die starken Polarisierungen in unserer Gesellschaft, wie wir sie momentan erleben“, erklärte sie am Mittwoch in Dresden. Das Problem sei komplex und beinhalte Aspekte wie die demografische Entwicklung, Schwierigkeiten des ländlichen Raumes und Besonderheiten in der Sozialstruktur Ostdeutschlands. Auch die sich „stetig verringernde Bürgernähe der Politik“, eine allgemeine Demokratieverdrossenheit, soziale Verwerfungen und erlebte oder wahr genommen Ungerechtigkeiten nach der Wende spielten eine Rolle.

Köpping hatte am Dienstagabend Wissenschaftler zu einem Expertengespräch über den gesellschaftlichen Zusammenhalt eingeladen. Ihre Bewertung vom Mittwoch wollte sie als Zusammenfassung der Diskussion verstanden wissen. „Die Expertenrunde ist sich einig, dass die momentane Beruhigung der Lage nicht von grundsätzlicher Natur ist. Die Spannungen können jederzeit wieder zunehmen. Ein Wiederansteigen der Flüchtlingszahlen wäre dafür erneut ein möglicher Auslöser. Wir haben also zu handeln“, sagte die Ministerin.

dpa

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