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Mitteldeutschland Klartext in Pillnitz: Halber Eintritt für Dresdner - OB unterstützt Gespräch mit Freistaat
Region Mitteldeutschland Klartext in Pillnitz: Halber Eintritt für Dresdner - OB unterstützt Gespräch mit Freistaat
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18:54 09.09.2015
Jahrelang wurde diskutiert und gestritten, nun macht der Freistaat ernst. Wer ab April durch den Park von Schloss Pillnitz spazieren will, muss zahlen. Die Verwaltung drücken Pflegekosten. Quelle: dpa

Inhaber von Abo-Monatskarten, Jobtickets oder Jahreskarten der Verkehrsbetriebe (derzeit etwa 80000 Personen) sowie Besitzer der Drewag-Kundenkarte (bisher rund 67000) zahlen jetzt vier, anstatt normalerweise acht Euro. Dieses Sonderangebot speziell für die Dresdner hat Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) auf den Weg gebracht.

„Ich bin sehr dankbar, dass die städtischen Unternehmen jetzt ihren Kunden eine so preiswerte Lösung anbieten können“, sagte sie gestern Abend. Das Angebot sei auch „ein Signal an den Freistaat, dass die Stadt Dresden nach Lösungen sucht.“ Mit diesem „Gepäck“ ging die OB gestern im Rathaus in eine Gesprächsrunde mit zehn Vertretern der Bürgerinitiative (BI) „Freier Parkzutritt“. Eineinhalb Stunden lang sei Klartext geredet worden, konstatierte anschließend BI-Mitglied Jochen Flade. Die OB nannte es einen „fairen Schlagabtausch“. Für beide Seiten sei es wichtig gewesen, die jeweiligen Positionen klar zu legen.

Die hartnäckig für ihre Sache eintretenden Bürger würdigten Orosz‘ Entgegenkommen ausdrücklich. Es war das erste ausführliche Gespräch überhaupt, bei dem sie angehört wurden. Es gilt als Auftakt für einen Dialog. Detailfragen wie weitere Aus- und Eingänge in den Park wurden ausgeklammert. Sie bleiben der Auseinandersetzung mit dem Freistaat vorbehalten, der auch der Adressat für die angestrebte Rücknahme des Eintritts ist. „Unser Ziel ist der offene Park“, erklärte Christian Decker. Maria Teichmann ergänzte: „Wir gehen davon aus, dass die Kassen ein Provisorium sind.“ Orosz versprach, beim gewünschten Gespräch mit maßgeblichen Vertretern des Freistaates behilflich zu sein.

Den halbierten Eintritt will die BI erst einmal prüfen. „Wir würden ein direktes Sponsoring der Unternehmen für den Park lieber sehen“, so Gabriele Flade. Die Unterschriftensammlung gegen die Gebühr soll weiter gehen. Nach eigenen Angaben haben bisher 17000 Menschen unterzeichnet.

Genia Bleier

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