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Mitteldeutschland Keine größeren Probleme mit Trinkwasser und Straßenschäden in Sachsen
Region Mitteldeutschland Keine größeren Probleme mit Trinkwasser und Straßenschäden in Sachsen
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16:37 25.07.2018
Noch kann die Elbe ihren Wasserstand auf niedrigem Niveau halten, weil das Talsperrensystem Moldau-Kaskaden oberhalb von Prag den Fluss mit Wasser speist. Hoffentlich bleibt der Zustand so, denn ein Ende der Hitze ist noch nicht in Sicht. Quelle: dpa
Sachsen

Die anhaltend trockene Hitze hat bisher keine größeren Probleme in der Trinkwasserversorgung und auf den Straßen in Sachsen verursacht. Das Umweltministerium rief allerdings am Mittwoch zum sparsamen Umgang mit Wasser auf. Nach dessen Lagebericht zu den Wasserressourcen des Freistaats liegen die Grundwasserstände das dritte Jahr in Folge unter den langjährigen Mittelwerten. Damit würden auch die Oberflächengewässer geringer als üblich gespeist. Die Autobahnen sind bisher von Schäden verschont geblieben, nur eine Landstraße muss ausgebessert werden.

Die Talsperren in Sachsen sind nach Ministeriumsangaben weiter gut gefüllt, die größte in Eibenstock zu 90 Prozent, die für Trinkwasserversorgung in Dresden wichtigen Talsperren in Klingenberg und Lehnmühle zusammen zu 63 Prozent. Brunnen zur Einzelversorgung führten derzeit messbar weniger Wasser, hieß es weiter. Abstriche in der Versorgung seien aber noch nicht bekannt. Für die Nutzung von Wasser aus Flüssen, Seen und aus dem Grundwasser könnten überall Einschränkungen geboten sein.

Die Elbe kann laut dem Lagebericht ihren Wasserstand auf geringem Niveau halten, weil das Talsperrensystem Moldau-Kaskaden oberhalb von Prag den Fluss mit Wasser speist. Auf sinkende Pegelstände an Spree und Schwarzer Elster in Ostsachsen reagierte der Bergbausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit Wasser aus den sogenannten Bergbaufolgeseen - Tagebaulöcher, die in den vergangenen Jahren geflutet wurden.

Die Stadt Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis) rief Bürger mit Zisternen oder Wasserspeichern derweil auf, „auch einmal einen Eimer Wasser für das städtische Grün, vor allem junge Bäume“ zu spenden. Straßenbäume seien durch die Trockenheit gestresst, die Feuerwehr könne sie nicht alle wässern. Auch Menschen, denen „eine lebenswerte und grüne Stadt wichtig ist“, sind gebeten, „in dieser Trockenheit aufs Autowaschen zu verzichten und stattdessen Bäume zu erhalten, die für den notwendigen Sauerstoff in der Stadt sorgen“.

Der Zustand der Autobahnen ist den Angaben zufolge sehr gut. „Es ist zwar nie genau vorherzusehen, daher ist immer Vorsicht geboten, aber es gibt bisher keine Probleme“, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Wegen der Hitze werde der Belag deutlich häufiger kontrolliert. Tempolimits gebe es bislang noch nicht. Auch die Landebahnen der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle sind intakt. Die Mitteldeutsche Flughafen AG rechnet nicht mit Problemen.

Ein Ende der Hitze ist nicht in Sicht. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig werden auch in den nächsten Tagen Werte zwischen 32 und 36 Grad erwartet. Selbst in den Nächten gebe es kaum Abkühlung - in den Großstädten sinke die Temperatur nicht unter 20 Grad.

dpa

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