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Mitteldeutschland Keine Gewissheit über IS-Kämpferin aus Sachsen
Region Mitteldeutschland Keine Gewissheit über IS-Kämpferin aus Sachsen
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14:45 19.07.2017
Die irakische Armee hatte die fünf Frauen bei der Befreiung Mossuls festgenommen. Quelle: dpa
Leipzig

Über eine angebliche Festnahme der seit Juli 2016 vermissten Schülerin aus dem ostsächsischen Pulsnitz als mutmaßliche IS-Kämpferin im Irak herrscht weiter Unklarheit. Nach Angaben von Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) gibt es nach wie vor keine Gewissheit. „Die Behörden sind noch dabei, den Abgleich vorzunehmen“, sagte er am Mittwoch in Leipzig. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden ist nicht geklärt, ob sich die 16-Jährige tatsächlich unter den im nordirakischen Mossul gefassten Frauen befand. „Es gibt keine Sicherheit“, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase.

Experten im Landeskriminalamt prüfen Fotos aus polizeilicher Quelle, die die Jugendliche zeigen sollen. Bildforensiker vergleichen sie mit früheren Aufnahmen des Mädchens, wie ein Sprecher erklärte. „Für eine verlässliche Identifizierung - per Fingerabdruck oder DNA - braucht es aber die Person selbst.“

Das Mädchen war im Sommer 2016 aus Pulsnitz verschwunden, kurz nachdem sie zum Islam konvertiert war. Sie soll über Internet-Chats mit IS-Anhängern in Kontakt gestanden haben. Die Staatsanwaltschaft verdächtigte sie der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Sie stellte die Ermittlungen kürzlich aber ein, da der Aufenthaltsort der Schülerin nicht geklärt werden konnte.

Iraks Sicherheitskräfte hatten in der vergangenen Woche in Mossul nach eigenen Angaben 20 Dschihadistinnen festgenommen, darunter fünf Deutsche. Ein Offizier der irakischen Anti-Terror-Einheiten sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle festgenommenen Frauen seien älter als 30 Jahre. Mehrere Medien hatten unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, es gebe es Hinweise, wonach eine der Festgenommenen die 16-Jährige aus der Kleinstadt nordöstlich von Dresden sein könnte.

dpa

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